Mit dem Ziel, die empirische Wirtschaftsforschung zu stärken und weiterzuentwickeln, haben am 29. November 2006 in Anwesenheit des Sächsischen Ministerpräsidenten, Prof. Georg Milbradt, der Rektor der TU Dresden, Prof. Hermann Kokenge, und der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung e.V., Prof. Hans-Werner Sinn, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Mit diesem Kooperationsvertrag, der die Zusammenarbeit für die kommenden Jahre besiegelt, zeigt die TU Dresden einmal mehr ihr Streben nach praxisnaher Forschung und Lehre.
Ministerpräsident Prof. Georg Milbradt betonte in seinem Grußwort: „Ich freue mich, dass wir die erprobte Zusammenarbeit der TU Dresden mit dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung auf eine feste vertragliche Grundlage stellen können. Mit dem Institut gewinnt die Hochschule einen kompetenten und bundesweit anerkannten Forschungspartner. Die Vernetzung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität mit dem reichen Erfahrungsschatz des ifo Institutes wird neue geistige Freiräume im Bereich der empirischen Wirtschaftsforschung eröffnen. Das hier generierte Wissen ist der Treibstoff für die weitere Entwicklung Sachsens. Davon profitieren unser Land wie auch unsere Partner aus der Wirtschaft, die sich hier niederlassen. Sachsen sichert sich seinen Spitzenplatz im Bereich der Spitzenforschung.“
Geplant sind im Rahmen der Kooperation gemeinsame Forschungsprojekte sowie eine enge Zusammenarbeit zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Unter anderem werden die TUD und das ifo Institut gemeinsame Studien zum demographischen Wandel und zur Entwicklung des Arbeitsmarktes erstellen.
Milbradt erklärte, er erwarte von der Kooperation weitere wichtige Impulse für den Umgang mit dem demographischen Wandel. Der Geschäftsführer der Niederlassung Dresden des ifo Instituts, Prof. Marcel Thum, war Vorsitzender der vom Ministerpräsidenten einberufenen Expertenkommission Demographischer Wandel, deren Bericht beim 2. Sächsischen Demographiegipfel am 8. November in Dresden vorgestellt worden war.
Der Rektor der TUD, Prof. Hermann Kokenge, verwies darauf, dass mit diesem Kooperationsvertrag der Grundstein für die weitere, hoffentlich noch engere Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen gelegt wird: „Wir wollen die Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Politikberatung auch deshalb intensivieren, um das gesamte Spektrum des am Standort Dresden vorhandenen Know-hows bestmöglich zu nutzen.“
Gerade auch für Studenten und Nachwuchswissenschaftler ergeben sich aus dieser Kooperation hervorragende Chancen, an praxisrelevanten Themen zu arbeiten. Beispielsweise sollen Promotionen an der TUD mit der Mitarbeit an Projekten des ifo Institutes zur empirischen Wirtschaftsforschung verknüpft werden. Damit unterstützt diese Zusammenarbeit nach Worten von Prof. Alexander Karmann, Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TUD, das Anliegen, in Forschung und Lehre Brücken zwischen Theorie und Praxis zu schlagen: „Die Kooperation mit dem ifo Institut bietet hervorragende Chancen, Theorie und Praxis in den Wirtschaftswissenschaften zu verknüpfen. Dies wird gerade bei der Ausbildung in den Masterstudiengängen von erheblicher Bedeutung sein. Einige unserer Studenten lernen als Praktikanten am ifo Institut frühzeitig die Praxis der Wirtschaftsforschung kennen. In der Politikberatung ergänzen sich die Kompetenzen am ifo Institut und an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften.“
Die enge Zusammenarbeit des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. mit der TUD geht wesentlich auf das Engagement des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Marcel Thum zurück, der sowohl Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insb. Finanzwissenschaft an der TUD als auch Geschäftsführer der Dresdner Niederlassung des ifo Instituts ist.
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