Das Center for Economic Studies (CES) ist ein eigenständiges Institut an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Das Hauptziel des CES ist es, den internationalen wissenschaftlichen Austausch zu fördern. Dazu sind das ganze Jahr über renommierte Ökonomen aus der ganzen Welt am CES zu Gast und pflegen intensiven Kontakt zu ihren Münchener Kollegen.
Das CES lädt Wissenschaftler ein, hier in München ihre Forschungsvorhaben zu verfolgen und im Doktorandenprogramm der Fakultät kurze Vorlesungsreihen zu halten. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 waren bereits über 400 Wissenschaftler am CES zu Gast. Die Arbeit des CES wird von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet und unterstützt, der sich aus rund 20 internationalen Experten zusammensetzt.
In den Jahren seines Bestehens hat auch das CES selbst größere Veränderungen erfahren. Die Zahl der Wissenschaftler wurde deutlich vergrößert. Der Forschungsschwerpunkt am CES liegt bei der Finanzwissenschaft, aber es wird auch auf vielen anderen, sehr verschiedenen Gebieten der Ökonomie geforscht.
Der wissenschaftliche Höhepunkt des akademischen Kalenders am CES ist die jährliche Preisverleihung zum "Distinguished CES Fellow" Mitte November. Dieser Preis wird an einen international herausragenden Ökonomen verliehen, der dann die "Munich Lectures in Economics" hält, eine Vortragsreihe, die einem breiten Publikum ein aktuelles Forschungsgebiet aus der Volkswirtschaftslehre vorstellen soll. Die Liste der Preisträger enthält so bekannte Namen wie Avinash Dixit, Anthony Atkinson, Jean Tirole, Paul Krugman, Rüdiger Dornbusch, Guido Tabellini, Peter Diamond, Oliver Hart, Nicholas Stern, Jim Poterba und Andrei Shleifer. Diese Vorlesungen werden in einer eigenen Buchreihe des CES bei MIT Press veröffentlicht.
Darüber hinaus ist das CES auch Mitherausgeber der Zeitschrift Economic Policy, Europas führender wissenschaftlicher Zeitschrift auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik.
Weitere Informationen:
Das CES bietet eine Vielzahl von Video Lectures auf seiner Videoseite. Diese Vorlesungen wurden von CES Gastforschern gehalten und sind in voller Länge verfügbar.
CES wurde am 18. Januar 1991 gegründet. Bereits im April desselben Jahres konnten die ersten Gäste begrüßt werden, unter ihnen Gary Becker, David Bradford, Richard Musgrave und David Wildasin. Seit 1993 verfügt das CES über Gästeappartments, die Teilnahme an CES-Vorlesungen wurde zu diesem Zeitpunkt für die Doktoranden der Volkswirtschaftslehre obligatorisch. Im Jahr 1994 wurde CES zum Mitherausgeber von Economic Policy, , dem in Europa bedeutendsten Journal dieses Fachgebietes. Im selben Jahr verlieh CES zum ersten Mal die Auszeichnung Distinguished CES Fellow. Geehrt wurden seitdem namhafte Ökonomen wie Avinash Dixit, Jean Tirole, Paul Krugman, Rudi Dornbusch, Guido Tabellini, Peter Diamond, Oliver Hart, Nick Stern, Jim Poterba, Andre Shleifer, Bruno Frey und Alberto Alesina. Die Preisträger halten traditionell die Munich Lectures in Economics, die von CES und MIT Press auch publiziert werden.
Seit 1998 bietet das CES als eines der ersten Institute weltweit die Möglichkeit, per Internet an der ökonomischen Diskussion seiner Gemeinschaft teilzuhaben. Die Munich Lectures in Economics und weitere hervorragende Seminare und Vorlesungsreihen (darunter Veranstaltungen von Robin Boadway, Robert Solow and John Wilson) können als Videoaufzeichnungen heruntergeladen und angesehen werden. Im selben Jahr wurde die hauseigene Forschergruppe entscheidend vergrößert, deren erstklassige wirtschaftswissenschaftliche Forschungsergebnisse regelmäßig in internationalen referierten Zeitschriften publiziert werden.
Seit 1999 kooperiert CES mit dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung, einem der größten Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands.
Beide Organisationen sind seitdem Teil der CESifo Group und die treibende Kraft dahinter, die Verbindungen zwischen ökonomischer Theorie und empirischer Forschung zu stärken, den persönlichen und fachlichen Kontakt mit internationalen Wissenschaftlern zu fördern und München so zu der Plattform der wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftspolitischen Forschung zu machen.
Klicken Sie hier für die detaillierte Chronologie des CES und den Report Zehn Jahre CES.