Der Bote, 30.12.2009, S. 1
Der Ökonom Hans-Werner Sinn ist der »Dinosaurier des Jahres«. Das hat der Naturschutzbund beschlossen. Sinns Ansichten zum Umweltschutz seien veraltet und verantwortungslos – meint der Nabu.
Dabei hat Sinn nur fachkundig aufgezeigt, dass in der Umweltpolitik viel Geld verplempert wird. Schlimmer noch: Es bewirkt teilweise sogar das Gegenteil des Gewünschten. Das sagen einige, nicht nur Sinn.
Aber hören die Naturschützer überhaupt zu? Es lässt tief blicken, wie wenig Kritik ein großer Teil der Umweltschutz-Lobby verträgt. Man verschanzt sich hinter seiner reinen Gesinnung und holt jeden vom Pferd, der sich der Wagenburg nähert.
Dass es nun Sinn trifft, ist ein schlechter Witz. Er zweifelt weder an der Erderwärmung noch an der Notwendigkeit des Umweltschutzes. Es stimmt schon: Wer nichts dazulernen will, hat keine Zukunft. Doch die wahren Dinos sitzen im Naturschutzbund.
Von Rainer Wehaus
Hans-Werner Sinn: Das grüne Paradoxon. Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik Econ Verlag: Berlin 2008 Informationsseite
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