Financial Times Deutschland 27 Jan 2006, Nr. 20, 11 Von Peter Ehrlich
Das Ifo-Institut hat sein Kombilohnmodell neu berechnet und hält bei Verwirklichung rund drei Millionen zusätzliche Arbeitsplätze für möglich. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sagte, er sehe angesichts der Diskussion über Kombilöhne in der großen Koalition gute Chancen für seine Vorschläge. Danach müssten die Löhne in den niedrigsten Gehaltsgruppen um etwa ein Drittel sinken, damit neue Arbeitsplätze in großer Menge entstehen. Die Ausfälle bei den Beschäftigten sollen durch das Ifo-Prinzip der „aktivierenden Sozialhilfe“ ausgeglichen werden. Damit bisherige Empfänger von Arbeitslosengeld II auch tatsächlich arbeiten gehen, möchte Sinn das ALG II um ein Drittel senken. Dafür sollen die ersten 500 € Verdienst nicht mehr auf die staatliche Leistung angerechnet werden.
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