Der Ifo-Index ist im April zum dritten Mal in Folge gefallen. In zwischen relativieren aber deutlicher als erwartet gestiegene Auftragseingänge die trüben Einschätzungen der Unternehmen.
Der vom Münchener Ifo-lnstitut ermittelte Geschäftsklimaindex war im April auf 93,3 Punkte von 94,0 im März gefallen. Ihre aktuelle Lage beurteilten die befragten Unternehmen laut der Erhebung zwar nur wenig verändert, die Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate wurden jedoch pessimistischer als im Vormonat gesehen. Dies deute darauf hin, dass die konjunkturelle Dynamik auch in den nächsten Monaten schwach sein werde, erklärte das Ifo Institut. "Der Index signalisiert, dass der Aufwärtstrend gestört ist. Aber ich würde noch nicht von einer Rezession sprechen", sagte Ifo-Volkswirt Gernot Nerb.
Der Auftragseingang der deutschen Industrie lag im März mit einem preis- und saisonbereinigten Plus von 2,2% gegenüber dem Vormonat deutlich über den Erwartungen. Das Bestellvolumen im Inland stieg um 2,0% auf Monatssicht, der Auftragseingang aus dem Ausland um 2,4%. Im Gegensatz zum ebenfalls sehr hohen Auftragseingang im Dezember hätten hier Großaufträge keine so große Rolle gespielt. Auf Jahressicht sank der gesamte Auftragseingang allerdings um 3,1%.
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