Maschine und Werkzeug, Oktober 2006, 107 Jg., S. 7
Die Firmen in Westdeutschland investierten 2006 rund neun Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) auf Basis einer Umfrage unter 1700 Unternehmen mit. Im Osten legten die Investitionen der Industrie nominal sogar um zwölf Prozent zu. Nach der Zurückhaltung der vergangenen Jahre bestehe nun ein Nachholbedarf. »Durch die Mehrwertsteuererhöhung kommt es zu Vorzieheffekten, und die Ertragslage der Unternehmen hat sich dank der guten konjunkturellen Lage verbessert«, schrieben die Forscher. Allerdings liege das erwartete Niveau nominal noch immer niedriger als 1989. Der kräftige Investitionsanstieg sei stabil und breit angelegt und in den meisten Branchen geplant. Am stärksten werden dem Ifo zufolge Unternehmen ihre Ausgaben steigern, die Verbrauchs- und Produktionsgüter sowie Grundstoffe herstellen. Im vergangenen Jahr hatte die westdeutsche Industrie ursprünglich zwei Prozent mehr investieren wollen. Mit 37 Milliarden Euro lag sie dann jedoch gut drei Prozent unter dem Vorjahr.
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