Financial Times Deutschland, 02.06.2009, Nr. 102, S. 16
Der Trend zum Beschäftigungsabbau in der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland hat sich im Mai geringfügig abgeschwächt: Das Ifo-Beschäftigungsbarometer, das einmal monatlich die aktuelle Personalplanung der Unternehmen abbildet, stieg im Mai auf 92,1 Punkte und damit wieder auf den Stand, den es im März erreicht hatte. Im April hatten in der Umfrage des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, die der FTD exklusiv vorliegt, mehr Unternehmen angegeben, ihre Beschäftigtenzahl reduzieren zu wollen. Das Beschäftigungsbarometer basiert auf 7000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels. Die Firmen teilen mit, ob ihre Beschäftigtenzahl in den nächsten drei Monaten zuoder abnimmt oder gleich bleiben wird. Die Differenz zwischen „Zunahmen“ und „Abnahmen“ wird saldiert und auf den Durchschnitt des Jahres 2000 normiert. Die Planung sei insgesamt weiter „klar auf Personalreduzierung ausgerichtet“, sagte Klaus Abberger vom Ifo-Institut. Der Beschäftigungsabbau gehe weiter. Im verarbeitenden Gewerbe seien die Beschäftigtenplanungen im April auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Der geringfügige Anstieg des Barometers im Mai bedeute „noch keine Entspannung“. Im Bauhauptgewerbe und im Großhandel hätten die Unternehmen ihre Personalplanung gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Lediglich im Einzelhandel planten mehr Firmen, ihren Personaleinsatz etwas zu erhöhen.
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