Der Tagesspiegel online, 27.07.2006
Berlin - Die Stimmung in den Unternehmen ist nach dem lang anhaltenden Hoch wieder etwas schlechter geworden: Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der als einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren in Deutschland gilt, gab im Juli im Vergleich zum Vormonat etwas nach, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch bekannt gab. Der Index sank von 106,8 auf 105,6 Punkte.
Während viele Bank-Volkswirte davon ausgehen, dass der Aufschwung seinen Höhepunkt erreicht hat, warnte das Ifo-Institut vor einer Überinterpretation. „Die konjunkturelle Entwicklung bleibt weiterhin aufwärts gerichtet“, sagte Vorstandsmitglied Gerhard Flaig. Der Geschäftsklimaindex habe zwar etwas nachgegeben, bleibe aber „auf einem hohen Niveau“. Auch Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) demonstrierte Gelassenheit. Die Daten zeigten, dass der Aufschwung robust sei.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der monatlich ermittelt wird, beruht auf den Meldungen von 7000 Unternehmen. Im Juli schätzen die befragten Firmen auch ihre aktuelle Geschäftslage wieder etwas schlechter ein als im Juni. Besonders pessimistisch waren sie bei den Aussichten für das nächste halbe Jahr. Analysten nannten als Grund den hohen Ölpreis, die anstehende Mehrwertsteuererhöhung sowie den Kater nach dem Ende der Fußball-Weltmeisterschaft. Pet
Please send your comments or questions on specific articles to: presse@ifo.de. Please mention in your e-mail the article you are concerned with.
Phone: +49(0)89/9224-1604 Fax: +49(0)89/9224-1267
2012 2011 | 2010 | 2009 2008 | 2007 | 2006 2005 | 2004 | 2003 2002 | 2001 | 2000
Press Echo
Comments on current economic policy issues in Policy Debate: