Creditreform, 01.07.2008, Nr. 7/2008, S. 6
Nach einem „überaus schwungvollen" Start im ersten Quartal dürfte das Wachstum der deutschen Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf deutlich an Dynamik verlieren, befürchtet das ifo Institut in München. Zwar habe sich die Konjunktur bis ins Frühjahr hinein „bemerkenswert robust" gezeigt - nun sei für das zweite Quartal jedoch mit einem leichten Rückgang des realen BIP zu rechnen. Zunehmend machten sich nun auch „dämpfende" Faktoren bemerkbar, schreiben die Ökonomen: Die Abkühlung der Weltkonjunktur und der teure Euro bremsten den Außenhandel, zugleich begrenzten die hohen Energiekosten den Anstieg der Unternehmenserträge und schmälerten den finanziellen Spielraum für neue Investitionen. Zugleich verminderten sie den realen Ausgabenspielraum der privaten Haushalte, was die Konsummöglichkeiten beschränke. Auch 2009 verspreche keine Besserung, so die Münchener: Nach dem „diesjährigen zyklischen Hochpunkt" dürften die konjunkturellen Auftriebskräfte im nächsten Jahr merklich nachlassen, die Ausrüstungsinvestitionen würden dann kaum noch expandieren und die Impulse aus dem Außenhandel zunehmend schwächer.
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