Bauindustrie aktuell, 28.04.2006, 3-4/2006, S. 8
Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung des Europäischen Baukongresses gab es die Möglichkeit, an verschiedenen Fachveranstaltungen teilzunehmen. Mit den Perspektiven der europäischen Baukonjunktur beschäftigte sich ein gemeinsam von der Rationalisierungs-Gemeinschaft Bauwesen (RKW), dem ifo-lnstitut für Wirtschaftsforschung, dem Hauptverband und der Messe Berlin veranstaltetes Seminar.
Dr. Volker Rußig, ifo-Institut für Wirtschaftsforschung Uni München, gab eine Einschätzung zur baukonjunkturellen Lage in Europa. Er erwartet für die Jahre 2006 bis 2008 ein moderates Wachstum des realen Bauvolumens in Europa zwischen 1,5 und 1,9 Prozent. Wachstumstreiber sollen dabei - wegen des hohen Gewichtes - Spanien und Frankreich sowie 2007 auch Deutschland und Großbritannien werden. Für die MOE-Länder Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn sind die Wachstumsperspektiven erheblich besser; Rußig rechnet in diesen Ländern mit einer Zunahme des realen Bauvolumens von acht Prozent.
Ergänzt wurden diese Ausführungen von Dr. Heiko Stiepelmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes, der eine Einschätzung des deutschen Baumarktes lieferte. Dieser ist mit einem Anteil von etwa einem Viertel an der westeuropäischen Bauproduktion nach wie vor der bedeutendste Baumarkt in Europa. Stiepelmann führte aus, dass zum einen die Stimmung unter den deutschen Baufirmen so gut sei, wie seit sieben Jahren nicht mehr. Zudem habe sich der Auftragseingang seit Mai 2005 außerordentlich positiv entwickelt. Stiepelmann erwartet daher für das laufende Jahr eine Stabilisierung der Bautätigkeit in Deutschland.
Please send your comments or questions on specific articles to: presse@ifo.de. Please mention in your e-mail the article you are concerned with.
Phone: +49(0)89/9224-1604 Fax: +49(0)89/9224-1267
2012 2011 | 2010 | 2009 2008 | 2007 | 2006 2005 | 2004 | 2003 2002 | 2001 | 2000
Press Echo
Comments on current economic policy issues in Policy Debate: