Im Oktober hat der Direktor des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung Prof. Dr. Hans-Werner Sinn als erster deutschsprachiger Wirtschaftswissenschaftler die Tinbergen Lecture gehalten. 1987 wurde die hochkarätig besetzte Vortragsreihe von der Royal Netherlands Economic Association ins Leben gerufen - zu Erinnerung an Hollands ersten Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Prof. Jan Tinbergen (1903-1994). Die Einladung zur Lecture gilt in Fachkreisen als eine der international höchsten Ehrungen. ifo-Direktor Sinn hat derzeit auch auf dem deutschen Buchmarkt Erfolg. Sein Band "Ist Deutsch land noch zu retten? wurde bereits zum zweiten Mal mit einem Preis ausgezeichnet. Den CORINE-Wirtschaftsbuchpreis erhielt Sinn für seine "fundierte Analyse der deutschen Wirtschaftsprobleme". Er stellt in dem Buch ein 6+1-Punkte-Programm zur Reform des deutschen Wirtschaftssystems vor. Im Münchner ifo-lnstitut gibt es zudem personelle Veränderungen. Zwei junge, international bereits anerkannte Ökonomen haben ifo-Bereichsleitungen übernommen. Es handelt sich um gemeinsame Berufungen mit der Ludwig-Maximilians-Universität München. Prof. Dr. Peter Egger (35, oben im Bild) lehrte bisher an der Universität Innsbruck und wird im ifo-lnstitut die Wirkungen internationaler Integrationsprozesse auf die regionale Wirtschaftsentwicklung untersuchen. Dr. Thiess Büttner (38) war zuletzt am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim tätig und will als anerkannter Experte für empirische Finanzwissenschaft diesen Forschungszweig am ifo-lnstitut ausbauen.
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