Handelsblatt 13.09.04, Nr 177, S. 6
pbs DÜSSELDORF. In dieser Woche werden gleich eine ganze Reihe von US-Konjunkturdaten veröffentlicht:Ökonomen erwarten, dass die Inflation sich im August wegen der höheren Ölpreis leicht beschleunigt hat. Wie viel Kaufkraft die Verteuerung von Energie den US-Verbrauchern entzogen hat, werden die US-Einzelhandelsumsätze zeigen. Volkswirte erwarten einen Rückgang. Bisher hat der Konsum die US-Konjunktur kräftig gestützt. Der private Verbrauch trägt in den USA rund zwei Drittel zur Wirtschaftsleistung bei. Am Mittwoch werden die Daten zur Industrieproduktion als guter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung zeigen, wie robust sich das Wachstum im dritten Quartal entwickeln dürfte. Immerhin: Den Prognosen der Ökonomen zufolge ist die Industrieproduktion im August erneut gestiegen.
In Deutschland stehen in dieser Woche die ZEW-Konjunkturerwartungen im Fokus. Die monatliche Umfrage unter Finanzmarktanalysten dürfte im September stark vom Ölpreis und der Entwicklung an den Aktienmärkten beeinflusst gewesen sein. Zur Zeit der Umfrage war der Ölpreis leicht gesunken und die Aktienkurse waren gestiegen. Der Frühindikator dürfte sich daher etwas aufhellen. Er gilt als Vorläufer für das Ifo-Geschäftsklima, das am 27. September veröffentlicht wird.
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