Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat auf ihrer Sitzung am 2. November 2009 beschlossen, das ifo Institut ab Januar 2010 wieder als „überwiegend forschende Einrichtung“ Forschungseinrichtung) zu fördern. Bis zu diesem Zeitpunkt erhielt das ifo Institut die gemeinsame Förderung durch Bund und Länder als „Einrichtung, die überwiegend wissenschaftliche Infrastrukturaufgaben wahrnimmt“ (Serviceeinrichtung). Die GWK folgte mit Ihrer Entscheidung der Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft vom 4. März 2009.
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hatte dem ifo Institut bereits im Jahr 2006 nach einer ausführlichen Evaluierung durch eine international besetzte Wissenschaftlerkommission „gute, in Teilbereiche sehr gute bis exzellente Leistungen in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung und in der Politikberatung“ bescheinigt. (Leibniz-Senat, Stellungnahme 2006, S. 2) Die Evaluierungskommission hatte zudem die CESifo GmbH, die gemeinsame Tochtergesellschaft von LMU und ifo Institut, in ihrem Bericht als großartige Institution für den Wissenstransfer und die internationale Zusammenarbeit bezeichnet („great institution for knowledge transfer and international cooperation“, Leibniz-Senat, Stellungnahme 2006, S. B2).
In seiner Stellungnahme im März 2009, in der der Leibniz-Senat die Rückumwandlung zur Forschungseinrichtung empfiehlt, erklärte er, die Leistungen seien gegenüber der Situation in 2005 „noch einmal deutlich gesteigert“ worden. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: „Die Forschungsleistungen des ifo der vergangenen drei Jahre sind hervorragend“ (Leibniz-Senat, Stellungnahme 2009, S. 3). Das vom ifo Institut vorgelegte Arbeitsprogramm bewertete der Leibniz-Senat als "ausgesprochen überzeugend". In dem Bewertungsbericht, auf dem die Stellungnahme des Leibniz-Senats aufbaut, nimmt die Gutachtergruppe zusätzlich zur Politikberatung des ifo Instituts Stellung: Sie könne „als hervorragend bewertet werden“. Es gelinge dem Institut „außerordentlich erfolgreich, international wettbewerbsfähige Forschung mit qualitativ hochwertiger, empirisch fundierter Politikberatung zu verbinden. (Bewertungsbericht 2009, S. 5).
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