(Michael Berlemann und Claudia Kemmesies)
Ökonomen neigen dazu, Wohlstand in erster Linie anhand von ökonomischen Kennziffern, so z. B. dem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt oder dem Lohn je Arbeitnehmer zu messen. Eine umfassendere Herangehensweise ist die Analyse der Lebenszufriedenheit, welche neben ökonomischen auch soziodemographische und soziokulturelle Faktoren berücksichtigt. Im Rahmen dieses Artikels wird zunächst ein Überblick über das Konzept der Lebenszufriedenheitsmessung gegeben. Daran anschließend werden die Entwicklung der Lebenszufriedenheit in Sachsen seit der deutschen Wiedervereinigung dargestellt und die Ergebnisse mit denen aus anderen ostdeutschen Bundesländern und Westdeutschland verglichen.
(Marcus Dittrich und Gunther Markwardt)
Existiert ein Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Kriminalität in Deutschland? Würde ein Rückgang der Arbeitslosigkeit auch einen Teil des Kriminalitätsproblems lösen? Diese beiden Fragen stellen den Ausgangspunkt der Untersuchung dar. Mit Hilfe von Daten für die deutschen Bundesländer wird gezeigt, dass ein solcher Zusammenhang tatsächlich besteht. Natürlich ist Arbeitslosigkeit nicht der einzige Einflussfaktor auf Kriminalität, dennoch kann ausgehend von diesen Ergebnissen argumentiert werden, dass eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik über eine Erhöhung der Beschäftigung auch dem Ausmaß an Kriminalität entgegenwirkt und damit ceteris paribus der Gesellschaft eine „Doppelte Dividende“ bescheren kann.
(Wolfgang Nierhaus)
In der deutschen Wirtschaft hat sich die Erholung in der ersten Hälfte dieses Jahres spürbar gefestigt. Impulse kamen bisher ausschließlich vom Ausland. Sie haben noch nicht auf die Nachfrage im Inland übergegriffen. Für den Prognosezeitraum wird erwartet, dass die außenwirtschaftlichen Impulse schwächer werden, da der globale Aufschwung insbesondere in seinen Kraftzentren USA und China an Tempo verliert. Vor diesem Hintergrund werden die Exportzuwächse in der Tendenz sinken, gleichzeitig expandiert die Inlandsnachfrage nicht stark genug, um dies auszugleichen. Alles in allem wird das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2005 um 1,5% zunehmen, nach 1,8% im Jahr 2004. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte im Prognosezeitraum weiter steigen, insbesondere im Niedriglohn- und Teilzeitbereich. Die Zahl der Arbeitslosen wird etwas abnehmen.
(Carsten Pohl)
Seit Beginn der neunziger Jahre sind in hohem Umfang ausländische Direktinvestitionen in die neuen EU-Mitgliedstaaten geflossen. Von Unternehmen werden neben niedrigen Arbeitskosten und geringer Steuerbelastung die geringe Regulierungsdichte und eine effiziente Verwaltung als wesentliche Gründe für die Attraktivität dieser Standorte genannt. In ihren letzten Monitoring-Berichten kommt die Europäische Kommission jedoch zu dem Schluss, dass in den mittel- und osteuropäischen Ländern das Problem der Korruption im öffentlichen Sektor nach wie vor weit verbreitet ist. Vor diesem Hintergrund wird der Frage nachgegangen, inwiefern die neuen EU-Mitgliedsländer in den letzten Jahren Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung erzielen konnten.
(Beate Grundig)
(Gerit Vogt)