(Michael Berlemann und Marcel Thum)
Als neues Geschäftsführerteam möchten wir das Editorial dieser Ausgabe dazu nutzen, um Sie über einige Neuerungen in der Niederlassung Dresden des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung zu informieren. Diese Neuerungen betreffen die Aufgabengebiete der Niederlassung, die neue Corporate Identity mit dem Sachsen-grünen ifo-Dresden-Logo, unseren Internetauftritt, insbesondere aber unsere neu gestaltete Publikation „ifo Dresden berichtet“.
(Beate Grundig und Carsten Pohl)
Mittels einer Status-Quo-Prognose werden die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt in Sachsen untersucht. Danach könnte bei den hoch qualifizierten Erwerbspersonen bereits in naher Zukunft eine Arbeitskräfteknappheit eintreten. Selektive Zuwanderung, die Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowie die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung unter hoch qualifizierten Frauen (mit Kindern) könnten dazu beitragen, den Mangel zu verringern. Langfristig muss jedoch verstärkt die Bildung von hoch qualifiziertem Humankapital im Freistaat gefördert werden.
(David Audretsch und Erik Lehmann)
In diesem Beitrag werden mögliche Einflussfaktoren auf die Standortentscheidung von Unternehmen in der Umgebung von Universitäten aufgezeigt. Dabei wird auf Studien zurückgegriffen, die anhand der am Neuen Markt gelisteten Unternehmen durchgeführt wurden. Als wesentliche Einflussfaktoren auf die Ansiedlung von Unternehmen in räumlicher Nähe zu Universitäten erweisen sich die Anzahl der Studenten sowie die Forschungsleistungen, vor allem im Bereich der Naturwissenschaften. Zudem macht sich für Unternehmen die räumliche Nähe zu einer forschungsintensiven Universität längerfristig in einer überdurchschnittlichen Entwicklung am Aktienmarkt bezahlt.
(zusammengefasst von Wolfgang Nierhaus)
Die deutsche Wirtschaft löst sich langsam aus der Stagnation. Nach der Frühjahrsprognose der Forschungsinstitute wird sich der Anstieg der Produktion in diesem Jahr jedoch nur allmählich beschleunigen; im kommenden Jahr wird sich das Expansionstempo nicht weiter erhöhen. In beiden Jahren ist mit einer Wachstumsrate von 1,5 % zu rechnen. In Ostdeutschland wird die gesamtwirtschaftliche Aktivität in diesem Jahr mit 1,3 % etwas langsamer als in Westdeutschland ausgeweitet. Im Zuge der Belebung der Inlandsnachfrage dürfte das Wachstumstempo in Ostdeutschland im kommenden Jahr mit dem im Westen gleichziehen.
(Claudia Kriehn)
Einer aktuellen Studie der Weltbank zufolge dauert die Gründung einer GmbH in Deutschland 45 Tage und damit elfmal so lange wie beim europäischen Spitzenreiter Dänemark. In diesem Beitrag werden die Methode und ausgewählte Ergebnisse der Studie vorgestellt. Anschließend wird der Frage nachgegangen, ob das schlechte Abschneiden Deutschlands die wahren Verhältnisse hierzulande adäquat widerspiegelt.
(Beate Grundig)
(Gerit Vogt)