(Sabine Engelmann und Beate Schirwitz)
Die Dresdner Niederlassung des ifo Instituts hat in einem Gutachten für das Sächsische Staatsministe - rium für Wirtschaft und Arbeit die Frage untersucht, durch welche Maßnahmen ein Abbau der Arbeitslosigkeit durch öffentlich geförderte Beschäftigung erzielt werden kann, ohne der gewerblichen Wirtschaft und den dort Beschäftigten zu schaden. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der in Sachsen üblichen Praxis, dass die Vorlage einer Unbedenklichkeitsbescheinigung Voraussetzung für die Einrichtung einer Maßnahme sein soll. Der Beitrag stellt zunächst kurz die grundsätzlichen Rahmenbedingungen zur Einrichtung öffentlich geförderter Beschäftigung vor. Anschließend werden die Ergebnisse einer Befragung von Bewilligungsstellen und Ausstellern von Unbedenklichkeitsbescheinigungen in Sachsen zu ihrem Vorgehen bei der Prüfung einer beantragten Beschäftigungsmaßnahme beschrieben. Daraus ergeben sich Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für einen optimierten Einsatz von Unbedenklichkeitsbescheinigungen in diesem Bereich.
(Stefan Krenz und Wolfgang Nagl)
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft in Ostdeutschland ist es unerlässlich, sich insbesondere mit der Einkommenslage der älteren Bevölkerung auseinander zu setzen. Dies gilt umso mehr, als vielfach vermutet wird, dass aufgrund unterbrochener Erwerbsbiographien und insgesamt niedriger beitragspflichtiger Einkommen für die Zukunft ein gravierendes Problem der Altersarmut entstehen könnte. Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit diese Befürchtungen eine empirische Basis haben. Konkret soll die Frage beantwortet werden, wie sich die Situation der Neurentner in den Jahren 2020–2022 im Vergleich zur Situation der Neurentner 2004–2006 darstellt.
(Sebastian Döll und Christian Thater)
Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven der einzelnen Regionen Sachsens bis zum Jahr 2020 abzuschätzen. Ausgangspunkt dabei ist eine Projektionsrechnung für Sachsen insgesamt, die unter Status-quo-Bedingungen nur noch einen Zuwachs der Wertschöpfung um etwa 1,5% pro Jahr ergibt. Es zeigt sich aber eine starke Differenzierung innerhalb Sachsens: Wachstumsstarke Regionen wie Leipzig oder Dresden können dabei überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten erzielen. Eher ländlich geprägte und peripher gelegene Landkreise hingegen werden in den kommenden Jahren nur geringe Zuwächse in der Wirtschaftskraft erleben. Eine ähnliche Entwicklung wird für die Entwicklung der Arbeitnehmereinkommen als wichtigste Einkommenskomponente der privaten Haushalte prognostiziert.
(Johannes Steinbrecher)
Die Finanzkrise der Vereinigten Staaten hat sich in den vergangenen Monaten zu einer weltweiten Finanzund Wirtschaftskrise ausgeweitet. Die Auswirkungen der Krise auf die Entwicklung der Weltwirtschaft werden seitdem kontrovers diskutiert. Für eine Einschätzung der aktuellen Krise kann ein Blick in die Vergangenheit von Nutzen sein. So zeigt eine aktuelle Studie des Internationalen Währungsfonds, dass die Intensität von Rezessionen stark von den Entwicklungen der Immobilien-, Kredit- und Kapitalmärkte abhängt. Dabei wird deutlich, dass insbesondere Störungen der Kredit- und Immobilienmärkte schwere Belastungen für die Wirtschaftskraft eines Landes sein können. Der vorliegende Artikel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Studie zusammen und diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse für die aktuelle Situation der Weltwirtschaft und in Deutschland.