(Beate Grundig und Christian Leßmann)
(Christian Holzner)
Ziel der Hartz-IV-Reform ist es, die Erwerbsfähigen durch eine bessere Betreuung und geeignete Anreize wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. In diesem Beitrag werden die Neuerungen von Hartz vorgestellt und auf ihre Wirksamkeit hin geprüft. Hartz IV krankt vor allem an zwei Stellen. Zum einen können die vorgesehenen Sanktionsmechanismen unter Hartz IV die effektive Durchsetzbarkeit der Zumutbarkeitsregeln nicht sicherstellen. Zum anderen verhindern die finanziellen Anreize der Hartz-IV-Reform das Entstehen von Vollzeitarbeitsplätzen, während sie Minijobs über Gebühr fördern. Basierend auf dem ifo Reformvorschlag der Aktivierenden Sozialhilfe werden geeignete Lösungsvorschläge diskutiert.
(Andreas Knabe)
Der Artikel beschreibt, warum es nach der bisherigen Freibetragsregelung zu nicht beabsichtigten, 100% übersteigenden Transferentzugsraten kam und wie die Neuregelung dieses Problem vermeidet. Darüber hinaus wird das weiterhin bestehende Problem beim Kinderzuschlag dargestellt und es werden entsprechende Lösungsmöglichkeiten entwickelt.
(Tim Lohse)
Der vorliegende Artikel wendet die Theorie über optimale Steuer-Transfer-Systeme an, um eine bestmögliche Relation zwischen Leistungen für Erwerbsfähige und Nichterwerbsfähige zu finden. An einem Beispiel in Anlehnung an die Arbeitsmarktsituation im Freistaat Sachsen werden mögliche Beschäftigungsund Wohlfahrtseffekte differenzierter Transferhöhen illustriert.
(Birgit Leick)
Die These, dass Verflechtungen grenznaher Unternehmen im Zuge der handelspolitischen Integration von Grenzräumen an Bedeutung gewinnen und die Konvergenz dieser Regionen befördern, kann anhand des Kooperationsgeschehens südwestsächsischer und nordböhmischer Unternehmen nicht bestätigt werden. Die gegenwärtige Ausrichtung sächsischer Unternehmen auf eine Arbeitsteilung gemäß einfacher komparativer Kostenvorteile und eine einseitige Fokussierung nordböhmischer Unternehmen auf westdeutsche Märkte erschweren auch in mittlerer Frist die Integration und ökonomische Konvergenz der Grenzräume.
(Carsten Pohl)
Nach einem Überblick über den Bevölkerungsbestand von EU-Staatsangehörigen in anderen Mitgliedsländern werden die Regelungen für den Arbeitsmarktzugang von Arbeitskräften aus neuen EU-Mitgliedsländern betrachtet. Dabei zeigt sich, dass Großbritannien und Irland aufgrund ihrer liberalen Zuwanderungspolitik einen höher als erwarteten Zuwanderungsstrom von Arbeitskräften aus den MOEL-8 verzeichnen konnten. Aufgrund von Netzwerkeffekten in der Migration und dem absehbaren Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung in der Europäischen Union wird abschließend die Frage diskutiert, inwiefern für Deutschland eine sofortige und gezielte Öffnung des Arbeitsmarktes erstrebenswert erscheint.
(Wolf-Dietmar Speich)
Die Revision in den regionalen Gesamtrechnungen folgte der Revision 2005 auf nationaler Ebene, deren Ergebnisse das Statistische Bundesamt im April letzten Jahres bekannt gab. Ziel dieses Beitrags ist es, einen Überblick zu den wesentlichsten Änderungen der Revision 2005 in der Regionalrechnung zu geben und erste Ergebnisse für den Freistaat Sachsen zu präsentieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entstehungsrechnung des Bruttoinlandsprodukts.