Rezension bei Amazon
Für Leute die sich noch nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt haben und darüber mehr erfahren wollen ist dieses Buch meiner Meinung nach gut geeignet.
Rezensent Patrick Engel, 11. März 2010 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Das Buch erklärt die Ursachen der Krise sehr fundiert und mit vielen Zahlen. Gleichzeitig ist es verständlich geschrieben und gut und flüssig zu lesen.
Rezensent Michael Bücherfuchs (München), 4. Januar 2010 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Eine "sinn"volle Lektüre, nicht ganz anspruchslos, aber dennoch gut zu lesen und in gewisser Weise ein Grundkurs in Volkswirtschaftslehre und Bankbetriebslehre. Interessant und für den konservativen Leser Wasser auf die Mühlen sind die kritischen Auseinandersetzungen mit Basel II sowie den Bilanzierungsregeln nach IFRS. Eine Lektüre, die klar macht, dass die Ursachen der Krise vielfältiger und komplexer sind,als vordergründig angenommen. "Sinn"voll eben.
Rezensent Leo Trotzki "Leo", 17. November 2009 Kundenbewertung: 4 von 5 Sternen
Dieses Buch beschreibt ausführlich und verständlich die Hintergründe der Finanzkrise. Ebenso erfolgt eine kluge und klare Analyse der Situation und der Auswirkungen auf unsere Wirtschaft.
Rezensent G. Marre, 6. Oktober 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Einmal mehr liefert H.-W. Sinn eine grundsolide, verläßliche Analyse zu einem sehr wichtigen Thema der Gegenwart ab. Wie immer bei diesem Autor wartet das Buch mit klassischen Tugenden auf, die man leider heutzutage bei anderen Autoren oft vergeblich sucht:
Rezensent "s2711a" (Singapore), 27. September 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Das Buch gibt einen guten Überblick über die derzeitige wirtschaftliche Lage. Zuerst stellt er die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen da. Er beginnt mit den makroökonomischen Fakten: Wirtschaftswachstum, BIP, Auftragseingänge, Sparquote und außenwirtschaftliches Ungleichgewicht der USA. Danach wird der Zusammenhang zu den Aktienmärkten und den bestehen Problemen im Finanzsektor erklärt. Die Immobilienkrise hat dafür gesorgt, dass eine weltweite Abwertung des Dollars erfolgte und die Wertpapiere stark korrigieren mussten. Das große Bankensterben wird in seiner epischen Breite gut veranschaulicht. Eine Folge daraus war, dass der Geldmarkt nicht mehr funktionierte und die Zentralbanken für die Banken einspringen mussten. Danach beschreibt er die mikroökonomischen Aspekte der Finanzkrise. Wenn man die Art und Weise sieht, wie die Amerikaner Kredite vergeben haben, dann sieht man, dass es nicht gut gehen konnte. Die Kreditvergabepraxis ohne Regressklausel führte in den Spieltrieb, der in der Theorie als Prinzipal-Agent-Situation bezeichnet wird. Warum soll ich nicht die Bank (Prinzipal) betrügen, wenn sie es mir (Agent) so leicht macht. In anschaulichen Beispielen werden die Vergabe der Kredite und deren Ausnutzungsmöglichkeiten beschrieben. Ebenso wird die Verbriefungspraxis anschaulich dargestellt, dass es jeder gut verstehen kann. Man fragt sich, warum keiner eingeschnitten ist. Vielleicht, weil die ausländischen Anleger die Papiere so gerne gekauft haben. Im zweiten Teil des Buches geht er zur Ordnungspolitik über. Er behandelt die Regulierung der Banken, Basel II und die Risiken bei der Eigenkapitalhinterlegung der Banken. Eine ordentliche Aufsicht der Bankwirtschaft ist für ihn wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft. Niederstwertprinzip und die Regulierung der Zweckgesellschaften ist der Kern der deutschen Marktwirtschaft. Zu diesem sollte sich die Wirtschaft hin bewegen und stellt es als zentrales Leitbild dar. Der Kasino-Kapitalismus ist das Abweichen von diesen Grundprinzipien. Dabei ist die Bezeichnung irreführend. Kritisch sieht er den Rettungsplan der amerikanischen Banken, die Maßnahmen bei Opel und gegenüber der Abwrackprämie. Seine Analyse über die Staatsverschuldung in Europa ist plausibel dargelegt. Kritisch finde ich seine Auffassung über die moderne Finanzierungstheorie. Insbesondere die Überlegungen zum Modigliani-Miller-Theorem, Zitronenhandel und zur Beurteilung eines Investitionsprojektes bei ausfallbedrohtem Fremdkapital. Da hätte ich mir eine andere Betrachtung gewünscht. Das Buch kommt auch ohne diese aus. Er ist ein makelloser Ökonom, der die gesamtwirtschaftliche Lage bestens analysieren kann. Ansonsten ist es ein grundsolides Buch, das dem Leser einen aktuelle wirtschaftlichen Überblick gibt und somit einen leichten Einstieg bietet. Seine anschauliche graphische Aufbereitung macht es nicht zu einer trockenen Lektüre. Der Anhang zur Chronologie der Finanzkrise ist sehr gut.
Rezensent Bernd Kotz (Essen), 24. September 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Sehr sorgfältige und umfassende Darstellung der Finanzkrise und ihrer Ursachen. Die Darstellung ist sehr pointiert und auch für Nicht-Volkswirte gut verständlich. Trotz des komplexen Themas bleibt der rote Faden immer gut erkennbar. Dazu tragen auch die klare Gliederung in Kapitel und die Stichworte und den Kapitelüberschriften bei. Für den der tiefer einsteigen will gibt es umfangreiche Hinweise auf weiterführende Quellen. Sinn fokussiert auf einige wenige Hauptursachen der Finanzkrise und verliert sich nicht in Details. Dabei sind die von ihm herausgearbeiteten Hauptursachen zum Teil auch für den Insider überraschend. So räumt er mit dem Irrglauben auf, dass die Managervergütungen ursächlich für die Finanzkrise sind. Er sieht hier vielmehr die übermäßige Limitierung des Verlustrisikos bei Banken, Bankaktionären und Hauskäufern im Zentrum. Auch den volkswirtschaftlichen und umweltpolitischen Nutzen der Abwrackprämie für Autos wiederlegt er schonungslos und klar. Für den aufmerksamen Leser der deutschen und internationalen Wirtschaftskrise, bringt der erste Teil des Buches viele bekannte Fakten. Interessant sind dann aber immer wieder die Schlüsse die daraus gezogen werden und die Zusammenhänge, die Sinn herstellt. Aus der Ursachenanalyse leitet Sinn dann sehr überzeugend den Reformbedarf ab, um eine Wiederholung einer solchen Krise zu vermeiden. Ein kurzweiliges Buch, das ich im Sommerurlaub in Rekordzeit gelesen habe. Sehr zu empfehlen!
Rezensent L. Arnoldussen, 4. September 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Trotz des unglücklichen Titels beschreibt das Buch verständlich, welche Systemfehler zur gegenwärtigen Finanzkrise geführt haben. Jedenfalls für mich die erste Erklärung die ich kenne, die verständlich und nachvollziehbar ist. Prof. Sinn hat die Fähigkeit so zu schreiben und zu argumentieren, dass man auch ohne VWL - Diplom, nur mit gesundem Menschenverstand, seiner Argumentation folgen kann. Das Problem liegt nicht daran, dass Bankmanager oder sonstige Manager zu geldgierig geworden sind - das waren wir alle, und sind es immer noch, so dass dies unmöglich eine Erklärung sein kann. Das Problem ist der mangelhafte ordnungspolitische Rahmen! Darüber haben sich seit 100 Jahren oder mehr die Ökonomen der Freiburger Schule (und sicherlich auch anderer Schulen) Gedanken gemacht, so dass eigentlich nichts neues zu erfinden ist. Man kann nur hoffen, dass möglichst viele Politiker und Verwaltungsbeamte die in wirtschaftspolitischer Verantwortung stehen, dieses Buch lesen und die Ratschläge umsetzen. Dass es unsere Kanzlerin Merkel versteht halte ich für möglich, dass sie es beherzigt, für ausgeschlossen.
Rezensent PST "A Reader from Germany", 27. August 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Es ist erstaunlich wie gut dieses Buch das wiedergibt, was alle sich fragen "Wie kommen wir zu so einer Krise, wenn es bis dahin nicht besser sein konnte?". Hans Werner Sinn verdeutlich ganz offen welche Fehlschläge unser heutiges Wirtschaftsystem zuließ und gibt Tipps wie diese zu bewältigen sinn. In der Sprache der Ökonomen und doch auch für den Laien sehr guzt zu verstehen bringt er den blanke Wahnsinn zu Papier, welchen wir dem Kapitalismus zu verdanken haben und weshalb wir in eine schwere Krise, mit noch nicht abschätzbaren Folgen für jeden einzalnen von uns und allen die nach uns noch kommen mögen, gerutscht sind. Einfach nur zu Empfehlen für jeden jeder sich mit der Materie befassen will.
Rezensent D. Stevanovic "Kritiker", 10. August 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Das Buch von Hans-Werner Sinn hat bei mir stellenweise andauerndes Kopfschütteln über die ausufernde Wirtschaftspraktikten in den USA hervorgerufen. Sinn erklärt (manchmal etwas zu tiefgründig) wie das Finanzsystem und der Hypothekenmarkt in den USA zur Kriese beigetragen haben. Viele Beschreibungen bestätigen meinen persönlichen Eindruck von vielen USA Reisen. Ich habe durch dieses Buch mehr Einblick in die mir sonst zu komplexe Finanzwelt und deren Instrumente bekommen. Lesenswert und mein Kauftipp!"
Rezensent Jan Haering, 25. Juni 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"H.-W. Sinn schreibt, anders als der plakative Titel vermuten lässt, ein betont sachliches und informatives Buch. Es wird weder moralisiert, noch angeklagt, sondern aufgezeigt, welche (Fehl-)Anreize und (Fehl-)Entwicklungen in den vergangenen Jahren zu der Finanzkrise geführt haben. Die Sprache ist hierbei stets klar und auch für Nicht-Ökonomen verständlich. Der Autor beginnt mit einer gründlichen Ursachen-Analyse. Einige Fakten mögen dem interessierten Leser bereits aus Presse und anderen Büchern bekannt sein, allerdings werden hier die Zusammenhänge und wechselseitigen Abhängigkeiten sehr deutlich. Darüber hinaus entwickelt H.-W. Sinn nachvollziehbare Ansätze einer veränderten, um nicht zu sagen besseren, Bankenregulierung. Zahlreiche Grafiken und Diagramme unterstützen das Verständnis und liefern einprägsame Bilder. Eine umfangreiche Chronik der Ereignisse vom Februar 2007 bis zum April 2009 rundet das gelungen Buch ab. Wer wissen möchte, warum uns die (kommende Wirtschafts-)Krise noch einige Zeit beschäftigen wird oder warum die Abwrackprämie tendenziell umweltschädlich ist, sollte dieses Buch lesen. Einziger Wermutstropfen: Die Fußnoten bzw. Quellenangaben sind immer erst am Ende eines Kapitels zusammengefasst. Daher müssen Leser, die gern sofort die Fußnote lesen möchten, stets hin- & her blättern."
Rezensent Dirk Bauer (Senftenberg), 13. Juni 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Die auf dieser z.T. geäußerte scharfe Kritik am Buch kann ich nicht ganz teilen. Dessen Stärke liegt nämlich vor allem in der Analyse der Krise, weniger in der Erteilung von Rezepten für die Zukunft, obwohl die Werbung auf dem Buchrücken anderes suggeriert. Mir scheint es - gerade nach Lektüre dieses Werkes - auch weitgehend illusorisch, eine ähnliche Krise in Zukunft sicher verhindern zu wollen. Im Rahmen des analytischen Teils überzeugt das Buch durch eine klare Sprache, eine packende, aber nicht reißerische Darstellung und die Systemkenntnis des Verf. Für einen regelmäßigen Leser der FAZ wird dabei zwar nicht ständig Neues verkündet, viele bekannte Einzelinformationen fügen sich aber in einen größeren Zusammenhang und werden so noch verständlicher. Gleich zu Anfang zeigt der Verf. etwa, wie zwischen den Volkswirtschaften der USA und Deutschlands eine Phasenverschiebung stattfindet: D.h.: Amerikanische Entwicklungen werden hierzulande regelmäßig zeitversetzt nachvollzogen; dies erklärt aus historischer Sicht einerseits den Zorn der u.s.-amerikanischen und britischen Regierung, die die Bundesrepublik zu noch früherer Intervention bewegen wollten, andererseits aber auch das Zögern der Bundesregierung Ende 2008, die von einer Krise nur theoretisch wusste, diese aber noch nicht "fühlte". Viele ähnliche Zusammenhänge - z.B. die Überbewertung der Rolle Chinas, die Verbriefungskaskade, das Versagen der SEC im Fall Madoff werden ähnlich perspektivisch dargestellt. Erst in letzten von 11 Kapiteln geht der Verf. vorsichtig und - wie ich finde seriös - auf mögliche Konsequenzen aus der Krise ein. Dabei argumentiert er keineswegs im Mainstream der Politik (Stichwort "bad bank-bad idea"), sondern zeigt dem Leser, warum der Geithnerplan für die Bundesrepublik nicht passend ist. So kann ich das Werk all denen empfehlen, die sich über die Ursachen der Krise informieren wollen; dass das elfte Kapitel vergleichsweise vage bleiben muss, ist eher ein Signum für die Krise der Volkswirtschaftslehre, die durch die jüngsten Ereignisse ausgelöst wurde. Dem Verf. kann man dies kaum anlasten."
Rezensent Caliban (Süddeutschland), 03. Juni 2009 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Ein interessantes Buch. Der Titel ist jedoch unglücklich gewählt: Mit "Kasino Kapitalismus" wird zunächst in Richtung Gier, Zocken und Risiko metaphert und damit die Richtung der Ursachensuche eingegrenzt. Der Untertitel verspricht dann weiter "Wie es zur Finanzkrise kam und was jetzt zu tun ist". Im Text selber sucht man jedoch vergeblich nach einer schlüssigen Darlegung der Ursachen der Finanzkrise. Stattdessen gibt es eine Sammlung von (den meist bekannten) Indizien (Überschuldung, Belohnungssysteme etc). Der gegebene Ausblick ist m.M. nach recht übersichtlich. (Verbot der Leerverkäufe, neues Geschäftsmodell der Rating-agenturen usw.) Das Buch versucht zu erklären, wie es zur Finanz- und Wirtschaftskrise kam und wie man es besser machen sollte. Verwirrend ist nun, dass genau das eigentlich die Aufgabe der Forschungsinstitute sein sollt (z.B. IFO Institut). Insofern sehe ich den Versuch als Eingeständnis und es demonstriert die wissenschaftlich-embryonale Stellung der Volkswirtschaftslehre. Der Ausblick "was zu tun ist" ist dann auch mehr als persönliche Meinung des Autors zu verstehen und den Versuch die Meinungs- und Deutungshoheit zu erlangen. Man kann dran glauben oder eben nicht - zwingend oder gar wissenschaftlich sind sie genauso wie die Ausführungen der anderen Volkswirtschaftler. Der Autor stellt im Epilog klar: "Die Bankenkrise zu verstehen ist für Ökonomen eine große Herausforderung." Das macht das Buch sympathisch! Es liest sich auch gut - keine Frage und die grafischen Darstellungen sind klar und gut unterstützend. Aber insgesamt bleiben die erhellenden Momente begrenzt und zum verstehen der Krise hätte ich mir etwas tatsächlich Erklärendes gewünscht. "
Rezensent Pillkahn, 22. Mai 2009 Kundenbewertung: 3 von 5 Sternen
Kasino-Kapitalismus. Wie es zur Finanzkrise kam, und was jetzt zu tun ist. Hans-Werner Sinn
Econ: Berlin, 2nd edition, 2009, 352 p. (CLOTH). ISBN-13: 9783430200844, € 22,90.
Paperback: Ullstein, 1st edition, June 2010, 472 p. ISBN: 978-3-548-37303-4, € 12,95
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