Rezension bei Amazon
"Aus dem Lehrstuhl von Dr. Sinn kenne ich abartige Abhandlungen moderner Wirtschaftsmathematik. Daher war ich umso begeisterter, dass er auch für das Volk schreiben und (angesichts zahlreicher überzeugender Fernsehauftritte) auch sprechen kann.
Das Buch ist nicht ohne Strecken und verfolgt seinen ganzheitlichen Anspruch, alle Themen abdecken zu wollen, bis zur Schmerzgrenze. Aber es ist für das Genre einfach geschrieben.
Hervorragend wird die Mär vom Exportweltmeister zurechtgerückt. Nicht ohne Spott wird der Untergang unseres Rentensystem bis 2050 prophezeit. Manchmal boshaft werden die Gewerkschafter als Jobvernichter Nr. 1 gebrandmarkt. Dennoch wird alles wissenschaftlich oder empirisch belegt, auch wenn Sinn, wie bei der Exportweltmeisterschaft seine Beweisführung etwas unnötig überzieht. Teilweise hat ihn die Realität bereits jetzt widerlegt. Aber der Anspruch ist ein guter.
Was unsere Politiker nicht können (wie auch? sind fast alles Juristen oder Lehrer, siehe Bundesregierung) versucht ein Wirtschaftsprofessor. Dem Volk in relativ einfachen und seriösen Worten erklären, was auf sie zukommt, und wer schuld an der Arbeitslosigkeit ist (nicht nur die Gewerkschaften, aber auch...).
Ein gutes Buch, das nicht gerade aufmuntert, aber viele ökonomische Wissenslücken schließt. Jeder der in der Wirtschaftspolitik mitredet, sollte es lesen, vor allem jeder Wirtschaftspolitiker (speziell die Juristen und Lehrer).
Ein wenig mehr Struktur würde ich mir wünschen. Und mehr Knappheit bei einigen Themen, Sozialversicherungen werden z.B. recht stark strapaziert.
Ein wenig plakativ neoliberal will es schon sein, Provokation ist immerhin im Sinne der Verkaufszahlen. Aber was heißt schon "liberal" in der deutschen Wirtschaftsbürokratie? Lächerlich! Wir sind wahrscheinlich näher am Sozialismus als am Kapitalismus."
Rezensentin/Rezensent aus Langenhagen, 06. März 2006 Kundenbewertung: 4 von 5 Sternen
"Ich habe dieses Buch vor einiger Zeit gelesen und war begeistert, von der Art, wie Prof. Sinn nicht nur seine Thesen schmettert, sondern diese auch sinnvoll untermauert.
Das Deutschland den Anschluss mehr oder weniger verloren hat ist ja kein Geheimnis, erschreckend für mich ist in diesem Zusammenhang eher, dass es Lösungswege gibt, die von der Politik und das betrifft vor allem die beiden großen Volksparteien, sowie die Grünen und die Linkspartei, nicht wahrgenommen, geschweige denn umgesetzt werden. Und darum geht es nun in diesem Buch, zunächst wird die Lage sehr präzise analysiert und im weiteren Verlauf werden Lösungsansätze diskutiert.
Das jene Lösungen nicht gerade das Herz eines jeden Sozialdemokraten und die breite Masse zum höher schlagen anregt ist natürlich nicht verwunderlich, da es in der Ökonomie in erster Linie um Optimalitätsbedingungen geht. ABER man darf nicht vergessen, dass in diesem unseren schönen Land sich eine Kultur herausgebildet hat, die weder das Interesse, noch die nötige Erfahrung hat, ökonomische Zusammenhänge zu durchschauen. Dies wäre aber für das Zusammenleben aller von elementarer Bedeutung! Man kann nicht den Ast absägen auf dem man sitzt heißt es so schön, und in einer Welt, in der nicht nur die Unternehmen konkurrieren, sondern auch die Gesellschaften muss man sich überlegen, ob der Weg, den man einschlägt auch der richtige Weg ist.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein wichtiges Thema des Buches zu sprechen kommen, den Arbeitsmarkt.
Prof. Sinn hat vollkommen recht, wenn er von einem regulierten, förmlich verkrusteten Arbeitsmarkt spricht. Dies ist nämlich gänzlich der Fall. Um das zu verstehen muss man sich jedoch mit den Marktgleichgewichtstheorien der Mikroökonomie beschäftigen. Das heißt im Klartext, dass sich der Markt ohne Regulierungen komplett selbst über den Preis regelt. Dann kommt es zu einer Markträumung, also ökonomisch gesehen zu einer Vollbeschäftigung! Das heißt aber auch, dass wir unsere Anspruchshaltung überdenken müssen und auch akzeptieren müssen, dass wir für einen geringeren Lohn arbeiten gehen. Hier kommt nun das Modell der aktivierenden Sozialhilfe ins Spiel. Der Staat vergibt kein Geld mehr fürs Nichtstun sondern als Ausgleich zur Annahme eines geringer entlohnten Jobs. Dem Menschen geht es dadurch also nicht schlechter, wie viele anscheinend denken.
Das Schlusscredo bedeutet also vor allem, dass die Anspruchshaltung bei vielen zu hoch ist und dass der Staat den Menschen kein Geld mehr für das Nichtstun in den Rachen schmeißt. Und ich denke eigentlich, dass vor allem letzterer Punkt im Interesse aller Menschen ist!!
Ich bin der Meinung, dass es sich um ein exzellentes Buch handelt, dass die Realität sehr gut beschreibt und Auswege aus der Krise aufzeigt.
Ist Deutschland noch zu retten? JA! Unter der Bedingung, dass die Menschen schonungslos über die Situation aufgeklärt werden, wie es in diesem Buch in unvergleichlicher Art und Weise getan wurde."
Rezensentin/Rezensent aus Freiburg i. Br., Baden Württemberg, Deutschland, 23. Februar 2006 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Hans-Werner Sinn ist hier ein großes Werk gelungen, das Deutschlands Probleme sehr treffend beschreibt und eigene Lösungen aufzeigt. Er zeigt, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden, zu welchen Auswirkungen unser aufgeblähter Wohlfahrtsstaat geführt hat und wie wir wieder zu einer Leistungsgesellschaft zurückkehren können. Dazu ist allerdings ein radikales Umdenken notwendig. Falsche Rücksichtnahme und endlose Sozialleistungen können wir uns nicht mehr leisten. Der Staat muss auf ein gesundes Maß zurückgeführt werden.
Hierbei schreibt Sinn sehr leserfreundlich, auch Leser, die kein Grundwissen in Volkswirtschaftslehre haben, werden dieses Buch verstehen. Ebenfalls erfreulich ist, dass Sinn auf jede politische Schaumschlägerei verzichtet, objektiv schreibt und sein Buch wissenschaftliche aufbaut, was es im Gegensatz zu Büchern - insbesondere von Politikern - besonders wertvoll macht."
Rezensentin/Rezensent aus Oberkochen, Deutschland, 30. Juli 2005 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Endlich!!! Befreiender Ausbruch aus dem Turm der verquasten Sozialstaatsscholastik in die Aufklärung. Wirksames Gegengift zur Heilung der Gehirnwäsche, der die Republik seit zwei Generationen ausgesetzt war. Egal, welcher politischen Couleur, an dieser Analyse kommt man nicht vorbei. Hans-Werner Sinn hat einen Pflock eingerammt, der einer ganzen Generation zur Orientierung dienen wird."
Rezensentin/Rezensent aus NRW, 10. Juli 2005 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Wir sind das Land mit den meisten Wirtschaftswissenschaftlern die der Idee bzw. Ideologie des Neoliberalismus verfallen sind. Prominentester Vorreiter ist heute Hans-Werner Sinn. Seine Vorschläge mögen logisch erscheinen - aber sie sind alle unter festen Annahmen getroffen die nicht alle Eventualitäten einschließen (können). Wir werden in den nächsten Jahren (leider) erleben müssen wie seine Ratschläge zum Teil befolgt werden und uns, wie schon die letzten Jahre, in eine noch schwierigerere Situation führen werden. Nicht alle - sondern die Alten, die Karnken, die Arbeitslosen - die Schwächsten der Gesellschaft. Mit einem Niedriglohnsektor kann ich unter Umständen Arbeit schaffen, aber diese Arbeit muss zu einem Einkommen führen welches auch ein würdiges Leben ermöglicht. Das sieht Herr Sinn wohl anders. Wir brauchen eine Abkehr von diesen Ideen, dieser Ideologie und von Hans-Werner Sinn!"
Rezensentin/Rezensent aus Saarbrücken, Saarland Deutschland, 09. Juli 2005 Kundenbewertung: 1 von 5 Sternen
"Prof. Sinn zeigt in seinem Buch auf, was seiner Meinung nach gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland getan werden muss. Mich haben besonders die Aussagen zur französischen Familienpolitik interessiert. Die anderen Positionen sind ja hinlänglich bekannt.
Dem Autor gelingt es in Diskussionen immer wieder, die Aussagen seiner Gegner zu widerlegen. Das kann man auf der Website zum Buch, die über das ifo-Institut erreichbar ist, selbst nachprüfen. Eine (nicht zutreffende) Gegenanalyse kann man z. B. unter "Wir sind besser, als wir glauben" von Prof. Bofinger finden."
Rezensentin/Rezensent aus Rinteln Deutschland, 01. Juli 2005 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Man könnte ja über ideologische Machwerke wie dieses vom "Prediger des Untergangs", Hans-Werner Sinn, munter lächeln, wenn es nicht so verdammt traurig wäre. Nachdem Arbeiter und Angestellte (also Lohn- und Einkommenssteuerzahler) über ihre Sozialkassen mehr oder weniger die gesamte deutsche Einheit finanziert, über Jahre Lohnverzicht geübt und sich auf einen teilweisen Abbau der bis 1989 in der Bundesrepublik mühsam erreichten sozialen Leistungen eingelassen haben, erklärt ihnen ein (auch von Steuergeldern) ausgesprochen gut bezahlter und gut genährter Wirtschaftsliberaler, auf wieviel sie und die "bösen" Arbeitslosen noch zu verzichten hätten, damit der "Standort Deutschland" (ja, unser Land ist nur noch ein "Standort") gerettet werden kann. Der "Standort Deutschland" wäre allein dadurch zu retten, dass Schlechtmacher wie Sinn nicht ständig ein Forum für ihre (eigentlich schon überholt geglaubte) Ideologie des Verzichts und der Umverteilung nach oben bekommen oder indem TV-Journalisten bei dem teilweisen Quark, den sie reden, auch mal ernsthaft nachhaken würden (ja, Frau Christiansen und ihre Zunftschwestern sind gemeint), also nicht jede tunnelblickende Behauptung, wie es sie auch in diesem Buch massenhaft gibt, für bare Münze nehmen, nur weil der Verfasser einen Professorentitel hat.
Zuletzt hat Sinn übrigens vorgeschlagen, älteren Arbeitnehmer/-innen doch den (betrieblichen) Lohn zu kürzen, weil diese doch "teurer wären als das was sie leisten". Hört man dem auch nicht mehr jungen Herrn Sinn so zu, meint man glatt es sei wirklich so.
Das Geld für dieses Buch kann man sich sparen und statt dessen einfach den Fernseher einschalten, wenn es eine Talkrunde zum Thema "Reformen" gibt. Mindestens einer der neoliberalen Prediger sitzt immer drin und erklärt den ALG II-Empfängern, dass sie einfach viel zu viel Geld bekommen.
Diese Art von Spindoctors und politischen Stichwortgebern braucht dieses Land wahrlich nicht. Was wir statt dessen brauchen sind wieder Volkswirtschaftler mit Mut, Kreativität und Kenntnis. Es gibt sie noch, ja. Aber in diesem Buch kommen sie nicht zu Wort."
Rezensentin/Rezensent aus Frankfurt am Main, Hessen Deutschland, 30. Juni 2005 Kundenbewertung: 1 von 5 Sternen
"Nach dem Lesen dieses Buches muß ich sagen, dass es eine Art Pflichtlektüre darstellt. Der Autor legt knallhart dar, weshalb wir nicht so weiterleben können wie bisher. Dass sich dabei auch an den bisherigen Strukturen, insbesondere im Gesundheitswesen etwas ändern muß,liegt auf der Hand. Zu diesem Thema ist gerade bei S. Fischer das hervorragend recherchierte Werk "Die Gesundheitsmafia" erschienen, das sich in idealer Weise mit dem Buch von Hans-Werner Sinn ergänzt."
Rezensentin/Rezensent aus Kaiserslautern, 02. Juni 2005 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Es lohnt sich, das Buch zu lesen, aber man sollte auf jeden Fall selbst mitdenken. Wenn bei Niedrigsteinkommen eine Erhöhung des Bruttolohns aufgrund reduzierter Sozialhilfe zu einer Verringerung des Nettolohns führt, ist das sicher kein Anreiz Arbeit zu suchen, und damit hat Sinn recht. Andererseits muss jeder selbst entscheiden ob er die altmodische These, dass der Markt alles "richten" wird, glauben will. Zu dem Thema kann ich empfehlen John Kay: "The Truth about Markets". Und wenn Prof. Sinn mal bei seinem mit Nobelpreis ausgezeichneten Kollegen Stiglitz (Die Schatten der Globalisierung) reinlesen würde, wäre er vielleicht etwas zurückhaltender mit seiner Einschätzung zu den segensreichen Einflüssen der Globalisierung.
Ein Stern Abzug wegen teilweise ausufernder Statistikdeutung."
Rezensentin/Rezensent aus Hinxton United Kingdom, 14. Mai 2005 Kundenbewertung: 4 von 5 Sternen
"Trotz des reisserischen Titels ist dies meiner Meinung nach ein wesentlich sachlicheres Buch, als die von Prof. Bofinger verfasste "Antwort" darauf.
Wenn man, wie ich es tat, beide Bücher unmittelbar hintereinander liest, so bekommt man eine Vorstellung dafür, wie schwierig es für einen Politiker sein muß -bei unterstellter Gutartigkeit- sich auf eine Wirtschaftspolitik festzulegen: die beiden renommierten Ökonomen kommen bei Betrachtung desselben Objekts zu vollkommen unterschiedlichen Schlüssen.
Jedem der Zeit hat, empfehle ich beide Bücher zu lesen.
Der Abzug eines Sterns beruht auf dem mühseligen Schluß, in dem -sozusagen fürs Landvolk zum Mitschreiben- die Thesen des Buches schlagwortartig wiederholt werden, das war unnötig."
Rezensentin/Rezensent aus Eislingen Deutschland, 17. April 2005 Kundenbewertung: 4 von 5 Sternen
"Mit diesem Buch von Werner Sinn, Professor am IFO-Institut in München, wird ein weiterer Beweis dafür angetreten, wie man mit Neoliberalen Denkweisen trotzdem die Massen verblenden kann. Es ist erstaunlich wie wenig in der Bevölkerung über solche Thesen nachgedacht wird. Die immer maßlosere Umverteilung von "unten" nach "oben" soll mit diesem Werk ein populärwissenschaftliches Fundament erhalten, das auch dem letzten begreiflich macht, dass es richtig und notwendig ist, sich noch ein wenig mehr von seinen hart erkämpften Errungenschaften wegnehmen zu lassen.
Man sollte eines nicht vergessen: Auch die Wirtschaft trägt Verantwortung, doch dies scheint dort in Vergessenheit geraten zu sein. Trotz Gewinnen in Milliardenhöhe werden wehement längere Arbeitszeiten, Kürzungen in den sozialen Sicherungssystemen und die Entmachtung der Gewerkschaften gefordert (die übrigens in Deutschland so zahm sind wie kaum anderswo). Wohinn das führt? Sicher nicht zu mehr Wachstum. Zahlen gefällig? Zehn Prozent der Familien in Deutschland besitzen fast fünfzig Prozent der gesamten Vermögenswerte des Landes. Über 5 Mio. Arbeitslose(die Dunkelziffer wird auf bis zu 8 geschätzt), die trotz der Versprechungen mehr statt weniger werden. Dies sind die ersten Auswirkungen einer Politik, die von Rot/Grün begonnen und von CDU/CSU für noch "zu gering" in ihrem Reformbestreben erachtet wird. Und es sind Menschen wie Prof. Sinn, die für solche Auswüchse den Nährboden bereiten.
Die Medien wiederholen gebetsmühlenartig diese Thesen, da auch unabhängiger Journalismus in Deutschland mit der Lupe gesucht werden musss. Wirtschaftsexperten wie Müller oder Prof. Bofinger die andere Meinungen vertreten finden hoffentlich bald mehr Beachtung. Auch wenn ich die Hoffnung auf eine vernünftige/gerechte Wirtschaftspolitik fast aufgegeben habe."
Rezensentin/Rezensent aus Thüringen Deutschland, 15. April 2005 Kundenbewertung: 1 von 5 Sternen
"Professor Hans-Werner Sinn hat ja recht mit seinem Verdacht, daß die sogen. Hochlohnpolitik bei uns der ausschlaggebende Faktor ist, der alles quasi im Griff hat und wodurch eben kein rechter Schwung in die innerdeutsche Sache, in den Aufschwung kommt.
Nur, die Hochlohnpolitik war auch (und insbesondere!) im Interesse der beiden Parteien (Arbeitgeber und Gewerkschaften), natürlich auch im Sinne der Politik, weil durch hohe Löhne eben hohe Abgaben an den Staat gingen. Das muß man auch sagen.
Besonders mutig und richtig finde ich jedoch die Hinweise auf die Minister Blüm und Riester. Vor allem ersterer hat wohl in seiner gesammelten Vollständigkeit, will sagen innerhalb seiner 16 Ministerjahre, alles dazu beigetragen, was zur Hochlohnpolitik gehört und das Draufsatteln von Sozial- bzw. Rentenbeiträgen auf die Löhne und Gehälter (sowie später auch der Pflegebeiträge!) hat eben zu dem geführt, was wir heute beklagen.
Dann noch das unsägliche Übernehmen der Verpflichtungen für die mitteldeutschen Rentenempfänger (auf Kosten des Westens!), das alles trägt dazu bei, daß wir noch lange daran tragen werden.
Bei den Vorschlägen zum Schluß vermisse ich das Eingehen ganz bewußt auf die hohen Zusatzkosten zu den Löhnen und Gehältern. Es ist wahr, ganz allgemein, ein etwas niedrigeres Lohn-und Gehaltsniveau wäre für Deutschland nicht von der Hand zu weisen. Aber bitte mit Maßen.
Doch dazu nur ein Beispiel: In einer recht bekannten ausländischen Pharmafirma in Deutschland, die durch Zusammenlegung (in den Anfängen der 90-er Jahre) ihre 40 Abteilungen halbierte, wollten einige der älteren Mitarbeiter erheblichen Verzicht am Gehalt in Kauf nehmen, nur um noch einige Jahre weiter zu arbeiten. Das wurde mit allen Mitteln verhindert.
Der Autor dieses Buches macht sich deshalb wohl nicht die richtigen Vosrstellungen, wie es in deutschen Firmen zugeht, wenn er der Hoffnung frönt, Gehalts- oder Lohnverzicht könne Arbeit iniziieren.
Alle Anzeichen sprechen dagegen und so ist es auch nicht verwunderlich, daß in Zukunft genau so verfahren werden wird wie bisher.
Die deutsche Industrie (nicht jeder Betrieb!) hat sich der Profitmaximierung verschrieben und selbst die Herren im Vorwort dieses aufschlußreichen Buches haben (z.T. durch Beratung!) beigetragen zu dem, was wir heute vorfinden.
Da ist alles weniger ein Wunder, wie es ist, es ist oftmals mit Bedacht geschehen, was geschehen ist und das Kind liegt nun wirklich im Brunnen."
Rezensentin/Rezensent: Klaus Grunenberg aus Gerolzhofen, Bayern, 29. März 2005 Kundenbewertung: 4 von 5 Sternen
"Herr Sinn bringt die üblichen veralteten Thesen zu Wort.
Der typische neoliberale Angriff auf Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Hört der Versuchte Mord an der europäischen Aufklärung durch diese neoliberalen Ideologen den nie auf. Seit 25 Jahren erzählt einer nach dem Anderen das selbe elitäre Zeug. Man versucht den Menschen solange einzureden, eine soziale Gesellschaft zu schaffen sei nicht möglich und hätten sie auch nicht verdient, bis sie es selbst glauben. Wer Oben ist in der Gesellschaft soll noch mehr raffen können - und wer Unten ist, dem wird auch noch das letzte Hemd abgenommen. Alles zum Ziele der Leistungsförderung und zum Wohle Aller. Zu Grunde leigt eine Ideologie, nach welcher die Gesellschaft nach darwinistischem Muster geordnet werden soll - Der Neoliberalismus. Dieser Ismus wurde seit den 1930er Jahren von elitären Kreisen als Antwort auf Sozialismus und Sozialdemokratie entwickelt. Die Zeiten sind lange vorbei, und die Neoliberalen Konzepte haben in den USA, Europa und der ganzen Welt für Massenarbeitslosigkeit und eine steigende Kluft zwischen Arm und Reich gesorgt.
Damit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen.
Rezensentin/Rezensent aus Forchheim, Bayern Deutschland, 14. März 2005 Kundenbewertung: 1 von 5 Sternen
"Hans-Werner Sinn schildert die gegenwärtige Situation Deutschlands, indem er vielfältige Informationen aus unterschiedlichsten Quellen interpretiert und erklärt. Diese Quellen sind durchaus seriös (OECD-Studien, Statistisches Bundesamt, EU-Kommission, u.a.) und bilden die Grundlage einer ausführlichen Analyse Deutschlands. Auf dieser Analyse aufbauend beschreibt Hans-Werner Sinn Lösungen, die er stichhaltig begründet. Schließlich fasst er ein 6+1-Punkte-Programm zusammen, das eine neue Basis erfolgreicher, pragmatischer und ehrlicher Politik in Deutschland bilden könnte.
Dieses Buch ermöglicht es seinen Lesern, sich eine umfassende Wissensbasis über die Funktion und die Vernetzungen unserer Volkswirtschaft zu bilden. Meine Erfahrung ist, das "Stammtischdiskussionen" dadurch interessanter und Zeitungen plötzlich mit anderem Verständnis gelesen werden.
Es ist Zeit, dass Deutschland sich grundlegend wandelt. Mit dem 6+1-Punkte-Programm bietet Hans-Werner Sinn ein mögliches Projekt, das den Menschen wieder Mut und Zuversicht gibt und unser "Land der Dichter und Denker" wieder erblühen lässt. Deutschland hat die Chance, zukünftig wieder weit oben zu stehen. Wir müssen Sie nur nutzen. Hans-Werner Sinn zeigt wie. Der Anfang einer neuen Vision?"
Rezensentin/Rezensent aus Zuhause, 13. März 2005 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Zuallererst möchte ich mich beim Autor bedanken, daß meine Berufsgruppe im Buch so ausgezeichnet wegkommt! Aber auch die "erstklassigen deutschen Ingenieure" dürften leider eine Frage der Zeit sein!
Das Buch von Hans-Werner Sinn ist ganz hervorragend! In 8 Kapiteln erläutert er fachkundig, ausführlich und klar verständlich alle wichtigen Fehlentwicklungen in unserem Land aus volkswirtschaftlicher Sicht und leitet daraus wichtige Erkenntnisse ab, die er zum Schluß kurz und bündig in einem 6+1 Punkte-Programm zur Lösung unserer dringendsten Probleme zusammenfaßt!
Es ist sein erklärtes Ziel, den Leser in die Lage zu versetzen, die "Ökonomie des ersten Augenscheins zu entlarven und mitzuhelfen die richtigen Entscheidungen zur Gesundung unseres Landes durchzusetzen"! Man spürt, daß ihm das ein wirkliches Anliegen ist und daß er mit Herzblut bei der Sache ist!
Mit etwas gesundem Menschenverstand mußte man eigentlich schon immer der I-Dötzchen-Ökonomie großer Teile der Politik, bei den Gewerkschaften und in der Bevölkerung mißtrauen. Hier findet man, für eine breitere Öffentlichkeit verständlich aufbereitet, die genauen Hintergründe dazu!
Das einzige was man Hans-Werner Sinn ankreiden könnte ist, daß er das Buch mindestens 10 Jahre vorher hätte schreiben müssen! Aber auch damals hat er sich schon zu Wort gemeldet.
Noch eine Anmerkung für die Unverbesserlichen die immer noch meinen unsere Probleme ließen sich ohne durchgreifende Reformen lösen, indem man z.B. nur durch noch höhere Löhne die Nachfrage ankurbelt. Es gibt kein Perpetuum-Mobile! Auch nicht in der Volkswirtschaft! Von nichts kommt nichts! Offenbar hält das aber viele nicht davon ab das Gegenteil zu behaupten und das Buch als "neoliberale Propaganda" o.ä. zu bezeichnen!
Doch so einfach läßt sich die engagierte Arbeit und die äußerst fundierte und konstruktive Argumentation von Hans-Werner Sinn nicht abtun! Schon viel zu lange haben wir in Deutschland mit geradezu grenzenloser Naivität die Tatsachen verdrängt und einen fatalen Fehler nach dem anderen gemacht! Es wird allerhöchste Zeit aus der Lethargie zu erwachen und endlich nach vernünftigen Erkenntnissen durchgreifend und nachhaltig zu handeln. Wenn Ihnen das auch ein Anliegen ist kaufen Sie sich das Buch! Es lohnt sich!"
Rezensentin/Rezensent aus Gummersbach Deutschland, 26. Februar 2005 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Der Autor zeigt die komplexen Zusammenhänge der Volkswirtschaft einfach und transparent auf. Handlungen und deren Folgen werden anschaulich verknüpft und das alles anhand eines sehr wichtigem Thema: der in einer schlimmen Sackgasse steckenden deutschen Volkswirtschaft. Sinn zeigt aber auch Möglichkeiten auf, mit welchen Eingriffen sinnvolle Regelkreise geschaffen werden können. Dieses Buch sollten Sie unbedingt lesen wenn Sie Wahlprogramme der Parteien studieren!
Ein wichtiges Buch!"
Rezensentin/Rezensent aus Deutschland, 22. Februar 2004 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Herrn Sinns neues Buch ist an dieser Stelle bereits so ausführlich besprochen worden, dass dem nicht viel Neues hinzugefügt werden kann. Deshalb beschränke ich mich darauf zu erwähnen, dass ich dieses Buch von meiner langjährigen Wahlheimat Brasilien aus betrachte und dass es mich aus dieser Sicht genauso fasziniert, als wäre ich noch in Deutschland ansässig. Zwar sind die geschichtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen der beiden Länder durchaus verschieden, aber die lähmende Auswirkung gleichartigen oder ähnlichen Fehlverhaltens ist die gleiche. Meines Erachtens können wir in Brasilien viel aus Herrn Sinns Buch lernen.
Die Situation, die wir heute beobachten, erinnert mich lebhaft an das 1993 erschienene Buch 'Head to Head' von Lester C. Thurow. Dort wurden die neuen Bedingungen auf dem Weltmarkt, zufolge des Zusammenbruchs des Sowjetimperiums und der neuen Technologien, bereits ausführlich und anschaulich dargelegt. Interessant ist, dass Probleme wie Arbeitslosigkeit und Auslagerung von Arbeitplätzen in Niedriglohnländer inzwischen auch in den USA große Sorge bereiten. Kommentare zu diesem Thema erscheinen regelmäßig in Zeitungen wie die New York Times und die Washington Post.
In der Renzension des Hauses wird die Frage aufgeworfen: Wie soll sich diese Situation ändern? Wer kann eine durchgreifende Steuerreform erreichen, wenn alle bislang unternommenen Versuche gescheitert sind. Dazu ließe sich eine Menge sagen. Wahrscheinlich aber muss es so kommen, wie es in einem amerikanischen Sprichwort heißt: "It has to get worse, before it can get better!""
Rezensent: Wolfgang Aurbach aus Santos, SP Brazil, 20. Februar 2004 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Nicht abschrecken lassen vom Titel, auch nicht vom Buchumschlag und nicht vom Vorwort. Das ist alles reißerisch und schreckt gerade die Leser ab, die diese Kost am nötigsten haben. Denn wir bekommen eine Darstellung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands, die in ihrer Klarheit genauso faszinierend wie erschreckend ist. Wohlstand kommt durch Arbeit und nur durch sie, und ein schreiender Skandal ist die Massenarbeitslosigkeit. Dabei stellt SINN die gesellschaftlichen Bereiche vor, die mit der Misere ursächlich verbunden sind, u.a. das gewerkschaftliche Lohnkartell, den Sozialsystem, den Steuerstaat. Und alles wird noch schlimmer werden durch die Bevölkerungsentwicklung und möglicherweise auch durch die EU-Erweiterung. SINN argumentiert immer tiefgehend und hat die nötigen Zahlen zur Hand, wir hören keine vordergründigen Analysen und keine entsprechenden Lösungsvorschläge. Im Gegenteil: Dadurch, dass SINN die Kräfte und Prozesse der Wirtschaft erläutert, insbesondere, wie sich Unternehmer verhalten müssen, wenn sie mit bundesdeutschen Verhältnissen konfrontiert werden, aber auch wie die Lohnersatzsysteme auf den Arbeitsmarkt wirken, stellt er heraus, dass hier keine Kosmetik angebracht ist. Tragisch, aber zwangsläufig konnte es deshalb auch keinen Aufschwung im Osten geben. Er stellt klar, dass das soziale System, auf das wir so stolz sind, keine Zukunft hat. Wir fressen uns selber auf.
SINN spricht deutlich und pointiert, auch mal polemisch. Vor allem ist er verständlich, analytisch und sachlich. Trotzdem erzeugt er eine Spannung, die für mich viel größer ist als bei einem Krimi. Denn er deckt die grausamen wirtschaftlichen und politischen Folgen unserer Lage auf, sendet vernichtende Pfeile auf die Gewerkschaften, die Konstruktion unseres Sozial-, Steuer- und Rentensystems und ähnliches. Auch die Ursachen und Folgen des Kindermangels erklärt er durch diese Rahmenbedingungen. Vor allem wird deutlich, wo es nicht weitergehen kann und warum.
Es geht um unsere Zukunft, vor allen die unserer Kinder. Es ist darum vor allem eine Herzensangelegenheit, eine Verpflichtung und ein Liebesdienst, den wir zu leisten haben - und auch wollen. Diese Leidenschaften sind auch die Motive von SINN gewesen, als Wissenschaftler dieses Sachbuch zu schreiben. Er hat hier einen hervorragenden Beitrag dazu geleistet.
Rezensentin/Rezensent aus Brandenburg Deutschland, 13. Februar 2004 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Nunmehr liegt - recht bald nach den Erstauflagen - eine korrigierte Auflage vor. Erfreulicherweise ist der Teil des Buches, der vormals einen Fehler bei der Darstellung des Anteils Deutschlands und der USA am Weltexport enthielt, grundlegend überarbeitet worden, sodass der Leser ein rundum gelungenes Buch bekommt, welches - meist kurzweilig mit spitzer Feder, nur vereinzelt etwas dröge und trocken - nicht nur Deutschlands wirtschaftliche (und wirtschafts-, bildungs- und gesellschaftspolitische) Misere analysiert, sondern auch mit - wie ich finde durchaus machbaren - Therapievorschlägen aufwartet.
Gerade was die Analyse betrifft sind manche Erkenntnisse sicherlich nicht neu - man hat sowieso den Eindruck, dass der aufmerksame Zeitungsleser schon seit Jahren einen deutlichen Erkenntnisvorsprung gegenüber politischen Entscheidungsträgern hat. Das Buch ist allerdings mehr als eine bloße Aneinanderreihung verschiedener Aussagen, die man so oder so ähnlich schon einmal gelesen hat. Dem Autor gelingt es ganz hervorragend, den Gesamtstoff so zu gliedern und aufzubereiten, dass weder überladene Datenflut entsteht noch der Blick auf das Zusammenwirken der verschiedenen politischen, demographischen und marktbezogenen Mechanismen verstellt wird. Wer öfters sowohl wissenschaftliche als auch populärwissenschaftliche Literatur gerader deutscher Autoren zur Hand genommen hat, wird wissen dass dies eine Kunst ist. Die Gedanken des Autors zur europäischen Verfassung und dem Stichwort Sozialunion habe ich noch nirgendwo so gelesen. Auch was das Therapieprogramm Sinns betrifft finden sich dort einige Punkte, die noch nicht oder jedenfalls nicht allzu ausführlich in die tagespolitische Diskussion Eingang gefunden haben.
Das Buch wäre ein nüzliches Geschenk für Stoiber, Merkel, Eichel, Schröder, Clement, Koch und viele andere..... "
Rezensent: Henning Kolf aus Mecklenburg Vorpommern, 1. Januar 2004 Kundenbewertung: 4 von 5 Sternen
"Ich habe selten ein Buch gelesen, daß eine doch recht trockene Materie so verständlich darstellt. Sicher, jeder dieser trockenen Punkte betrifft unser tägliches Leben. Aber es gibt sicher haufenweise Publikationen, die alle die Rettung versprechen. Nur mit so einem verständlichen Buch ist es möglich, die "einfachen" Leute darüber aufzuklären, wie es in D wirklich aussieht. Und zu diesen Leuten zähle ich auch die politischen Parteien und Tarifpartner. Allerdings habe ich das Buch auch mit wachsender Wut im Bauch gelesen. Es ist mir unverständlich, warum man nicht die Konzepte dieses Buches umsetzt. Sie sind klar und schlüssig. Die politischen Parteien können und wollen es aber offensichtlich nicht. Deshalb auch mein Titel zu dieser Rezension. Besonders beeindruckend an dem Buch fand ich noch, daß die während des Lesens entstehenden Fragen bzw. aus den Medien bekannten Gegenargumente zwei bis drei Seiten später eindrucksvoll beantwortet bzw. widerlegt werden. Es ist also nicht nur einfach was vorgeschlagen und aufgeschrieben worden. Es ist auch durchdacht, hinterfragt und durchgerechnet. Wer dieses Buch kennt kann fast jeden Politiker (aber auch Gewerkschafter u.a. Sozialpropheten) totargumentieren."
Rezensentin/Rezensent aus Halle/Saale Deutschland, 21. Dezember 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Dass wir in Deutschland richtig mies da stehen, das wissen wir ja wohl alle. Zu alt, zu faul, zu wenig Bildung, zu unflexibel, zu anspruchsvoll. Na ja.
Und in zahllosen Büchern und Talk Shows werden täglich die notwendigen Gegenmittel vorgetragen. Steuerreform, Änderungen des Tarifrechts, Rentenreform, Gesundheitsreform. Ja. Geht auch irgend wie ein bisschen voran, gerade mal. Und darüber bin ich fast schon verblüfft. Na sowas, geht doch. Und man mag sich dann auch wieder anderen Themen zu wenden. Sie tun doch was.
Wenn man Sinn liest, dann wendet man sich nicht ab, sondern es graust einen. So ein bisschen hier und da, Anpassungen am System, hier ein bisschen hoch, dort ein bisschen runter: das ist Selbstbetrug. Sinn schneidet tiefer, legt die Ursprünge frei. Wo die grundsätzlichen Fehler in unserem System sind. Diese Fehler zeigt er mit aller Deutlichkeit, knapp, für jeden verständlich. Und vor allem: er zeigt die notwendige Lösung auf. Nicht: man könnte dies oder jenes tun. Sondern: wenn man das nicht tut, dann rutschen wir weiter ab. Erschreckend.
Es ist ihm auch nicht zu Späßen zu Mute. Sehr knapp und trocken nennt er Schuldige. Und man kann zornig werden, wenn man daran erinnert wird, wie der Aufbau Ost sofort nach der Wiedervereinigung im Schacher zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden und Politik zerstört wurde. Grausam, wenn man aufgezeigt bekommt, wie die Tarifverhandlungen seit Jahrzehnten Arbeitslosigkeit schaffen, durch feige Arbeitgeber und skrupellose Gewerkschafter. Und wie falsche Argumentationen zur Verdummung aller bei jeder Diskussion neu ausgepackt werden.
Wir müssen nicht nur reformieren, sondern umbauen. Und das schnell. Die Rezepte sind da, mit Mut und ohne Parteitaktik wäre das heute umsetzbar. Aber alles bleibt erfolglos, wenn wir die Gewerkschaften nicht aus der Politik vertreiben. Die Französische Revolution hat die Geistlichen aus der Macht vertrieben und die Trennung von Staat und Kirche erkämpft. Wir müssen jetzt die Trennung von Politik und Gewerkschaften erkämpfen. Wenn wir unsere Arbeit, unsere Zukunft und unsere Sozialsysteme retten wollen, dann müssen wir die Gewerkschafter aus den Parlamenten vertreiben. Und Arbeitgeber müssen sich von ihren Arbeitgeberverbänden unabhängig machen, Betriebsräte sich von dem Einfluss der Gewerkschaften frei machen. In den Betrieben weiss man, was notwendig ist. Vertrauen wir darauf."
Rezensent: Matthias Ulmer aus Stuttgart Deutschland, 6. Dezember 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Äußerst lesenswert. Mit großem Sachverstand zeigt Hans-Werner Sinn die Probleme auf, an denen Deutschland bzw. unsere Gesellschaft krankt und scheut sich nicht, die Ursachen dafür beim Namen zu nennen. Die präzise Uraschen-Wirkungsanalyse der Einzelthemen ist überzeugend aufbereitet und notwendig, um die in dem Buch diskutierten Lösungsansätze zur Behebung des Reformstaus zu verstehen. Durch die genaue Analyse und Beweisführung verfügt das Buch auch über die notwendige Glaubwürdigkeit und reflektiert die leider wenig erfreulichen Untersuchungsergebnisse eines Fachmannes, die die verantwortlichen Politiker keiner Partei wegdiskutieren können. In einer für jeden verständlichen Form aber ohne Polemik werden dem Leser die Augen geöffnet und ein generell komplexes Thema wird dadurch in verdaulicher Art und Weise präsentiert. Trotz der nicht für jedermann zugänglichen Thematik liest sich das Buch dadurch mit viel Spannung."
Rezensentin/Rezensent aus Frankfurt Deutschland, 4. Dezember 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Dieses Buch sollte eine Pflichtlektüre für alle Bürger sein. Es ist eine genaue Diagnose des Patienten Deutschland, und ein Detailierter Therapievorschlag zur Genesung."
Stephan Roeller aus Landau, Rheinland-Pfalz Deutschland, 23. November 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Dieses Buch hat mich wieder mal in der Auffassung bestärkt, dass man Sachbücher nur von echten Experten lesen sollte.
Mit Fakten und logischen Gedankengängen hat Prof. Sinn mich meist überzeugt. In den Wirtschaftswissenschaften gibt es aber nicht immer die perfekte Lösung eines Problems. Deshalb wird man sicherlich nicht mit allen Vorschlägen Sinns übereinstimmen müssen. Aber die Situation und die Probleme Deutschlands hätte man kaum besser analysieren können."
Rezensentin/Rezensent aus Nürnberg, Bayern Deutschland, 20. November 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"In „Wer ist John Galt?" („Atlas Shrugged") schildert Ayn Rand einen Staat, der alle kreativen Kräfte immer stärker drangsaliert und die Gewinne der Unternehmen sozial umverteilt. Die Unternehmer fliehen schließlich nacheinander alle in ein entlegenes Gebirgstal, dorthin - wo nur noch die Leistung zählt. Das führt zum Zusammenbruch des Sozialstaats. - Der Rezensent hat im Osten 15 bis 20 Jahre lang den wirtschaftlichen Niedergang erlebt, die ersten 5 Jahre fast unmerklich, dann immer fühlbarer und schließlich mit dem Untergang des staatswirtschaftlichen Systems endend. Nach der Wiedervereinigung kann er seit etwa 10 Jahren erneut alle Zeichen des Niedergangs beobachten, die ersten fünf Jahre fast unmerklich, inzwischen schon für jedermann erkennbar. Die kreativen Kräfte verlassen das Land. Oder sie haben sich, wie in den neuen Bundesländern, gar nicht erst ausreichend angesiedelt. Das Kapital flieht den Standort Deutschland. „Nicht weniger als 59% der mittelständischen Unternehmen haben bereits Standorte in anderen EU-Ländern errichtet ... 40% des ungarischen Bruttoinlandsprodukts werden mittlerweile in Unternehmen mit deutschen Eigentümern erarbeitet.", lesen wir bei Sinn.
Die Ursachen macht der Verfasser in der Hochlohnpolitik der Gewerkschaften, in einem überzogenen Sozialstaat und einer ausufernden Steuerbelastung fest. Die Höhe der deutschen Sozialleistungen lockt Einwanderer und Familiennachzug an und drängt im Niedriglohnsektor geringqualifizierte und ältere deutsche Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit. Das Rentensystem vollbringt eine gigantische Umverteilung der Leistungen der Familien mit Kindern zugunsten der Kinderlosen. Deshalb ist ein dringender Reformvorschlag von Sinn, die Kinderlosen aus der Rentenversicherung weitgehend herauszunehmen und zu einer Kapitalansparung zu veranlassen. Noch dürfte es dem Durchschnitts-Westdeutschen schwer fallen zu begreifen, wohin die Reise längst geht, noch geht es ihm viel zu gut. Noch. Jahrzehntelang hatte man sich daran gewöhnt, in Europa Spitze zu sein. So wird möglicherweise ein politisches Umsteuern schwer oder unmöglich sein. (Jetzt müßte man sich z.B. auch weigern, weiterhin der Hauptzahlmeister der EU zu sein.) Es ist zu befürchten, daß das deutsche Einzelkind erst in den Brunnen gefallen sein muß, ehe diese Sinn-Botschaft verstanden wird. - Das Buch ist in einfachen und verständlichen Worten geschrieben und vom Verlag gut aufgemacht, mit farbigen Diagrammen, Sachregister und Quellenhinweisen. Es ist so gut, daß es zur Pflichtlektüre eines jeden Politikers gehören und von Studenten und politisch Interessierten aller Richtungen diskutiert werden sollte. Als ergänzende Literatur können „totgedacht" von Baader, „Die IQ-Falle" und „Die demographische Zeitenwende" empfohlen werden."
Rezensent: Volkmar Weiss aus Leipzig Deutschland, 18. November 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Ein lesenswertes Buch. Hans-Werner Sinn versteht es die komplexen Probleme unserer Gesellschaft leicht lesbar und fundiert an den Leser zu vermitteln. Er spricht Wahrheiten aus, die sich Generationen von Politikern nicht auszusprechen getraut haben und auch heute nicht auszusprechen wagen. Deshalb ist dies ein wichtiges Buch, das geeignet ist auch den nicht wirtschaftswissenschaftlich vorbelasteten Lesern die Augen zu öffnen und eine Einsicht in die Notwendigkeit auch unliebsamer Einschnitte in unsere Sozialordnung zu geben."
Rezensentin/Rezensent aus Dessau Deutschland, 4. November 2003 Kundenbewertung: 4 von 5 Sternen
"Sinns Buch liefert einen wichtigen Beitrag zur deutschen Reformdebatte. Wenn Politiker sowie Bürger mehr ökonomisches Verständnis hätten, wäre Deutschland schon einen großen Schritt weiter. "Ist Deutschland noch zu retten?" liefert zahlreiche Fakten anschaulich und leicht verständlich dargelegt. Ein Muss für jeden, der in der aktuellen Reformdebatte qualifiziert mitdiskutieren möchte! Ein Beitrag zur ökonomischen Aufklärung."
Rezensentin/Rezensent aus Essen Deutschland, 31. Oktober 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"So rühmt Siemens-Chef Heinrich v. Pierer dieses Buches, zu lesen auf der Rückseite. Und Hans-Olaf Henkel schreibt: "Endlich einmal ein Wirtschaftswissenschaftler, der Tacheles redet. Dieses Buch gehört auf den Schreibtisch alles Mitglieder des Bundeskabinetts und aller Mitglieder des Deutschen Bundestags." Beide haben Recht. Und man möchte hinzufügen: Selten, nein noch nie gab es ein Buch, das sich mit Reformen für Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigt und das zugleich fachlich so fundiert und sprachlich so frech daher kommt wie "Ist Deutschland noch zu retten?" Bei einer schonungslosen Analyse des überdehnten Wohlfahrtsstaats belässt es Hans-Werner Sinn nicht, er bietet darüber hinaus das erste wirklich umfassende, mutige Reformprogramm, das diesen Namen verdient. Lesenswert!"
Rezensent: Marcus Mattes aus Braunschweig Deutschland, 27. Oktober 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Das Buch ist eine brilliante Analyse der Ursachen der ökonomischen Talfahrt Deutschlands. Man braucht allerdings starke Nerven, denn es deckt auf, in welch erschreckendem Maße unsere Politiker bei ihren Entscheidungen immer wieder grundlegende ökonomische Gesetze außer Acht lassen. Die Konsequenz ist, dass die beabsichtigten Wirkungen politischer Maßnahmen ausbleiben oder gar ins Gegenteil umschlagen, weil versucht wird, gegen den Strom zu schwimmen, anstatt die Kräfte des Marktes für sich arbeiten zu lassen. Da das Buch auch für ökonomische Laien gut verständlich ist, ist zu hoffen, dass möglichst vielen Menschen die kritische Lage unserer Volkswirtschaft bewusst wird. Nur durch eine schonungslose Aufklärung, wie sie in diesem Buch geleistet wird, kann eine ausreichende Bereitschaft in der Bevölkerung entstehen, die vom Autor verabreichte hoch wirksame aber teilweise auch bittere Medizin zu schlucken."
Rezensent: Hans Schöner aus Niedersachsen Deutschland, 25. Oktober 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
"Prof. Hans-Werner Sinn ist es gelungen in Anknüpfung an seine ausgezeichnete Publikation "Die rote Laterne" (Ifo-Institut, Dezember 2002) eine einfache, klare und ehrliche Zusammenfassung der Misere zu schreiben, in der sich Deutschland leider befindet. Das Buch ist in sieben Kapitel aufgeteilt, von denen sich jedes auch einzeln lesen läßt. Hilfreich sind auch farbige Grafiken zu jedem Thema. - Abschließend folgen 6+1 Handlungsanweisung, die mit viel Mut einen Weg aus dem Schlamassel weisen. - An Mut wird es zunächst wohl weiter mangeln. - Ein sehr empfehlenswertes Buch!"
Rezensent: Christoph M. Stahl aus Muenchen, Deutschland, 15. Oktober 2003 Kundenbewertung: 5 von 5 Sternen
Ist Deutschland noch zu retten? by Hans-Werner Sinn Econ / Ullstein Buchverlage: München/Berlin 2003 to 2005, 579 p. Gebunden mit Schutzumschlag: 8., aktualisierte Auflage 2004, ISBN 3-430-18533-5, 25,00 €; Taschenbuch: 4., aktualisierte Auflage 2005, ISBN 3-548-36711-9, 13,00 € Hörbücher: 13 Audio-CDs, 1 Bonus-CD im MP3-Format, Laufzeit ca. 15:30 Std. Sprecher: Ari Gosch Verlag: TechniSat Digital; Auflage: 1 (Mai 2006) Sprache: Deutsch ISBN 3939048119, 19,90 €
Updated English-language version:
Book:
Author:
Publisher:
Online orders:
Additional and more detailed Information is available in German only.
Zum Buch:
Reaktionen:
Vortragsreihe im Gasteig 2005:
CORINE Buchpreis 2004:
Wirtschaftsbuchpreis 2003: