Gegenstand der Studie ist die Ausgestaltung des deutschen Fiskalföderalismus. Es soll gezeigt werden, in welchem Umfang das Konzept des föderalen Wettbewerbs für die - bislang überwiegend kooperativ ausgerichtete - bundesdeutsche Finanzverfassung nutzbar gemacht werden kann. Diese Fragestellung umfasst das Verhältnis zwischen Bund und Ländern ebenso wie, bei gegebener Gebietsabgrenzung, das Verhältnis der Länder untereinander. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, welche ökonomischen Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein föderaler Wettbewerb nicht zu einem dauerhaften regionalen Auseinanderdriften führt. Konkret wird das System des Länderfinanzausgleichs, die gegenwärtige Aufgabenverteilung auf Bund, Länder und Gemeinden sowie die Möglichkeit einer eigenständigen Steuerpolitik der Länder untersucht. In methodischer Hinsicht basieren die Analysen auf den Erkenntnissen der ökonomischen Theorie des fiskalischen Föderalismus, auf Erfahrungen in anderen föderalistisch geprägten Staaten (USA, Kanada, Schweiz) sowie auf empirischen Analysen (Paneldatenregression, deskriptive Statistiken, u.ä.).
Die Studie wurde in den ifo Forschungsbereichen Öffentlicher Sektor sowie Konjunktur und Finanzmärkte in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Bernd Huber von der Ludwig-Maximilians-Universität München erstellt und im Juli 2000 abgeschlossen.
Chancen und Grenzen föderalen Wettbewerbs von Christian Baretti, Robert Fenge, Bernd Huber, Willi Leibfritz, Matthias Steinherr ifo Beiträge zur Wirtschaftsforschung Band 1 München: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, 2000; 232 S.; 25,- EUR. ISBN 3-88512-378-9