19. April 2012
Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach einem schwachen Winterhalbjahr im Aufwind. Die Institute prognostizieren eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,9 % für das Jahr 2012 und um 2,0 % für das Jahr 2013. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich dabei weiter verbessern und die Zahl der Arbeitslosen auf 2,8 Millionen in 2012 zurückgehen. Die Defizitquote des Staates wird voraussichtlich auf 0,6 % sinken. Da die Verschuldungsquote mit über 80% noch sehr hoch ist, bewerten die Institute das derzeit zu beobachtende Erlahmen der Konsolidierungsanstrengungen kritisch. Die Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum schwelt weiter. Projektionen der Schuldenquoten Italiens, Irlands und Spaniens ergaben, dass in diesen Ländern eine Stabilisierung der Lage nur erreichbar ist, wenn die geplanten Reformen auch tatsächlich greifen und es zu keinem erneuten Vertrauensverlust an den Kapitalmärkten kommt.
Der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose gehören an:
ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. [www.ifo.de] in Kooperation mit: KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich [www.kof.ethz.ch]
Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel [www.ifw-kiel.de] bei der Mittelfristprognose in Kooperation mit: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim [www.zew.de]
Institut für Wirtschaftsforschung Halle [www.iwh-halle.de] in Kooperation mit: Kiel Economics [www.kieleconomics.de]
Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung [www.rwi-essen.de] in Kooperation mit: Institut für Höhere Studien Wien [www.ihs.ac.at]
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