Das BMWA hat dem ifo Institut den Auftrag erteilt, die Bedeutung der NE für Wachstum und Beschäftigung zu untersuchen. Hintergrund der Fragestellung ist die andauernde Wachstumsschwäche Deutschlands, die u.a. unter dem Aspekt diskutiert wird, dass Deutschland einen zu starken Fokus bei so genannten alte Technologien hat. Die Studie soll insbesondere die Verbindung zwischen der Makro- und Mikroebene herstellen, um Einblick in die Wirkungsbeziehungen zu geben, die als Basis für die Gestaltung einer geeigneten Wirtschaftpolitik dienen können. Der Untersuchungsgegenstand der Studie ist in dieser Beziehung umfassender als bei den meisten ihrer Vorläufer.
In der Studie wird ein Vergleich von Deutschland mit Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und Italien durchgeführt. Neben einer gesamtwirtschaftlichen Analyse der Phänomene der NE werden die Branchen Banken, Handel, Fahrzeugbau und Maschinenbau mit Blick auf die Anwendung von Technologien der NE in ihren ökonomischen Effekten untersucht.
Es besteht eine Kooperation mit Cambridge Econometrics, einem auf mathematisch-statistisch, sektoral disaggregierte Analysen und Prognosen spezialisierte britische Forschungseinrichtung. Der Untersuchungsansatz verbindet die Analyse empirischer Literatur mit quantitativen Arbeiten auf der Grundlage eigens zu diesen Zweck erstellten Datenbasis und mit Feldarbeit in den betrachteten Branchen.
Die Untersuchung wird Ende 2003 abgeschlossen. Vor Abgabe der Studie im Frühjahr 2004 wird ein Workshop mit internationalen Experten auf dem Gebiet der NE veranstaltet.