Im Anschluss an das vom ifo Institut entwickelte Konzept einer »Aktivierenden Sozialhilfe« hat die Hessische Landesregierung im Lauf des Jahres 2003 über den Bundesrat eine Gesetzesinitiative zur Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe und zur grundlegenden Reform des Systems existenzsichernder Sozialleistungen für erwerbsfähige Personen auf den Weg gebracht. Das ifo Institut hat dabei beratend an der Konzeption des hessischen Entwurfs für ein neues »Existenzgrundlagengesetz« mitgewirkt, Berechnungen zu den fiskalischen Effekten verschiedener Varianten neuer Systeme dieser Sozialleistungen (»Hilfe zur Existenzsicherung« und »Arbeitslosengeld II«) angestellt und die endgültige Beschlussfassung bis hin zur Verabschiedung des »Vierten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt« im Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat kritisch begleitet.
Christian Holzner, Wolfgang Ochel und Martin Werding, "Vom OFFENSIV-Gesetz zur "Aktivierenden Sozialhilfe" - Ein Konzept zur Reform der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik als Beitrag zu mehr Beschäftigung und Wachstum", ifo Forschungsbericht Nr. 17, München 2003.
Literatur zu den Niedriglohnkonzepten des ifo Institutes [Link]