Die Studie untersucht, wie der Soziallastenansatz in Rheinland-Pfalz ausgestaltet sein sollte. Es wird dargestellt, dass eine Orientierung an den tatsächlichen Mehrausgaben der Gebietskörperschaften nicht anreizkompatibel ist und daher nicht sinnvoll erscheint. Ein Ansatz sollte auf Indikatoren beruhen, die von den Kommunen nicht beeinflusst werden können. Vorgeschlagen werden hier Arbeitslosigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit, Bevölkerungsdichte, Seniorenanteil sowie Behindertenanteil. Nach den Untersuchungen, die anhand dieser Indikatoren durchgeführt wurden, würde es zu starken Umverteilungen kommen. Darüber hinaus wurde in den Untersuchungen der Spitzenansatz durch einen allgemeinen Ansatz ersetzt. Ein auf diesen Indikatoren aufbauender Soziallastenansatz dürfte für andere Bundesländer ohne Soziallastenansatz bzw. mit einem Soziallastenansatz auf Ausgabenbasis von Interesse sein.
Rüdiger Parsche, Christian Baretti, Erich Langmantel (2002), Neugestaltung des Soziallastenansatzes im kommunalen Finanzausgleich Rheinland-Pfalz, ifo Forschungsberichte, Bd. 11, ifo Institut: München