Im Mittelpunkt der Arbeit des Forschungsbereichs steht die Beobachtung und Prognose der konjunkturellen Entwicklung in Sachsen und in den neuen Bundesländern insgesamt. Grundlage für die Konjunkturprognose bilden die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder, die um eine Vielzahl amtlicher und nichtamtlicher Statistiken ergänzt werden. Außerdem werden die Ergebnisse einer Regionalauswertung des ifo Konjunkturtests einbezogen. Die Prognoseerstellung knüpft dabei an die Entstehungsseite des BIP an; die dabei verwendeten Prognosemodelle werden ständig weiterentwickelt und optimiert.
In diesem Forschungsbereich nimmt die Beobachtung und Analyse der Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Industrie einen breiten Raum ein. Jährlich wird vom ifo Institut über die Innovationsaktivitäten der deutschen Industrie berichtet, wobei die Daten des ifo Innovationstests auch nach Ergebnissen für West und Ostdeutschland sowie Sachsen differenziert werden. Des Weiteren untersuchen die Wissenschaftler in diesem Forschungsbereich die Determinanten, die dem Strukturwandel in den neuen Bundesländern zu Grunde liegen. Dafür erstellt ifo Dresden wirtschaftswissenschaftliche Analysen, die sich mit der Bewältigung des Systemswandels und der Wirtschaftsentwicklung Ostdeutschlands beschäftigen. Daneben verfolgen diese Untersuchungen auch das Ziel, Ansatzpunkte für Verbesserungen der Investitionsbedingungen für Unternehmen an ostdeutschen Standorten zu identifizieren. Die Analysen erfolgen vor dem Hintergrund globaler Szenarien, wie dem Ressourcenverbrauch und dem technologischen Wettbewerb, aber auch sachsenspezifischer Szenarien, wie dem demographischen Wandel. Die Befunde fließen in Form von Handlungsempfehlungen in die wirtschaftspolitische Beratung ein.
Im Mittelpunkt des Forschungsbereichs stehen der Arbeitsmarkt und die Sozialpolitik in Sachsen und den neuen Bundesländern insgesamt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Problematik der Arbeitslosigkeit und die Wirksamkeit von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gelegt. Insbesondere untersucht der Forschungsbereich die institutionellen Rahmenbedingungen der Arbeitsmarkt und Sozialpolitik mit dem Ziel, gestalterische Handlungsoptionen zu identifizieren. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass Ostdeutschland in besonders hohem Maße von der Schrumpfung und Alterung der Gesellschaft betroffen ist. Aktuell steht hierbei der Themenbereich Alterssicherung besonders im Vordergrund. Die Ergebnisse aus den theoretischen und empirischen Analysen fließen als Handlungsempfehlungen in die Politikberatung ein. Dabei sollen ergänzende Vergleiche zwischen den Strukturen Ostdeutschlands mit Westdeutschland und anderen europäischen Ländern helfen, die Lage Sachsens und der neuen Länder zu beurteilen.
Die Integration Ostdeutschlands in die internationale Arbeitsteilung bildet den Schwerpunkt des Forschungsbereichs. Dabei nehmen die Verflechtungen mit den Staaten Ost und Mitteleuropas eine besondere Position ein. Bedingt ist dieser starke Bezug durch die geographische Nähe Ostdeutschlands zu Ost und Mitteleuropa. Diese führt naturgemäß zu wirtschaftlichen und politischen Interdependenzen, zum einen in Hinblick auf die Arbeitsmarktentwicklung im Sinne der Arbeitnehmerfreizügigkeit, zum anderen mit Blick auf verschiedene Außenhandelseffekte. Ein weiterer Untersuchungsaspekt in dem Forschungsbereich ist der demographische Wandel. Von den alten EU Mitgliedsländern ist bekannt, dass sie sich den Herausforderungen des demographischen Wandels stellen müssen. Allerdings gehen Bevölkerungsprognosen der Vereinten Nationen sowie der nationalen Statistischen Ämter davon aus, dass die neuen EU Staaten sogar noch stärker als die alten mit den demographischen Entwicklungen konfrontiert werden. Deshalb werden in dem Forschungsgebiet auch diese Auswirkungen, bzw. die Folgen von Abwanderungen und Zuwanderungen für den (ost) deutschen Arbeitsmarkt untersucht.
Der Arbeitsbereich befasst sich mit der Wirtschafts und Finanzpolitik der öffentlichen Haushalte in den neuen Ländern. Im Fokus der wissenschaftlichen Analyse stehen dabei spezifisch ostdeutsche Problemfelder, beispielsweise der demographische Wandel sowie der angestrebte Konvergenzprozess zu den alten Bundesländern. So erschwert die spezifische Wirtschaftsstruktur in den neuen Bundesländern den Aufholprozess zu den alten Bundesländern. Gleichzeitig erwachsen durch die Änderung in der Bevölkerungszahl und struktur neue Herausforderungen an die Gestaltung der Haushaltspolitik. Daneben senken die abnehmenden Zuweisungen aus Fördermitteln von Bund und EU (Solidarpakt II sowie EU Strukturfonds) die Handlungsspielräume der öffentlichen Haushalte. Vor diesem Hintergrund steigen die Anforderungen an eine effiziente Förderpolitik. Diese wird sowohl einen zielgerichteten Mitteleinsatz als auch die Anwendung innovativer Förderinstrumente erfordern. Neben der Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse liegt das Hauptaugenmerk auf der Ableitung von Handlungsempfehlungen für die politischen Entscheidungsträger.
Ergänzt werden diese Arbeitsschwerpunkte durch verschiedene Serviceaufgaben, wie:
Über die ifo Niederlassung Dresden (Aufgaben, Publikationen, Veranstaltungen, Kooperationen)