In the current methodological debate that began with an appeal in the Frankfurter Allgemeine Zeitung and in Handelsblatt, Hans-Werner Sinn recommends that economics must be a balance of theory, econometrics and knowledge of institutions.
Hans-Werner Sinn: "Der richtige Dreiklang der VWL" Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2009, Nr. 141, S. 12 Articel (in German) In English published as Ifo Viewpoint No. 108: The Triad of Theory, Econometrics and Knowledge of Institutions
Ifo publications and media coverage Ifo Policy Issues: Methodological Debate in Economics
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Sehr geehrter Herr Prof. Sinn, einen "Methodenstreit in der VWL" gibt es solange, wie man sich der sinnfreien Aufgabe widmet, etwas "regeln" zu wollen, was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Kapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz - sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten) befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt. Die einzige Möglichkeit, die "Finanzkrise" (korrekt: beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) zu überwinden, ist eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform. Alles, was dagegen eingewendet werden kann, sind mehr oder weniger naive Vorurteile und Denkfehler. Ich nehme an, zu diesem Ergebnis sind Sie mittlerweile selbst gekommen, auch wenn Sie es (noch) nicht öffentlich zugeben wollen. Mit freundlichem Gruß Stefan Wehmeier
Sehr geehrter Herr Wehmeier, haben Sie vielen Dank für Ihre Einschätzung. Mit freundlichen Grüßen Hans-Werner Sinn
Lieber Herr Sinn, ganz großes Kompliment für Ihren FAZ-Artikel vom Montag. (Anm. des Moderators: "Der richtige Dreiklang der VWL", in: FAZ, 22.06.2009, S. 12) Mit guten Grüßen bin ich Ihr Bert Rürup
Lieber Herr Sinn, Ihren Beitrag in der FAZ zum Methodenstreit (Anm. des Moderators: "Der richtige Dreiklang der VWL", in: FAZ, 22.06.2009, S. 12) finde ich ganz ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch! Ich habe einen Leserbrief geschrieben, den ich dieser Mail anhänge, denn ich weiß nicht, ob die FAZ meinen Leserbrief drucken wird. Mit freundlichen Grüßen Ihr Werner Hildenbrand Leserbrief: Endlich einmal ein vernünftiger und argumentativer Beitrag zum Methodenstreit der akademischen Ökonomen. Die Diagnose der akademischen VWL-Schwäche ist ein ungenügend ausgeprägter Dreiklang von Wirtschaftstheorie, Institutionenlehre und Ökonometrie. Die effiziente Sprache der Wirtschaftstheorie und Ökonometrie ist ohne Zweifel mathematisch. Zur richtigen Einschätzung der Relevanz mathematischer Formulierter Ökonomischer Modelle braucht man aber keine Mathematik sondern gesunden Menschenverstand, Kenntnisse der Institutionenlehre und empirische Fakten. Diese lassen sich durch Worte ohne Mathematik verständlich beschreiben. Es geht also gar nicht um für und wider der Mathematik wie die verschiedenen Aufrufe vorgeben, die jeweils lediglich die mangelnden Kenntnisse entweder der Mathematik oder der Institutionenlehre offen legen. Es geht um die harmonische Gewichtung des Dreiklangs. Dieser ist allerdings mühevoll und schwierig zu praktizieren und ist für eine schnelle akademische Karriere nicht nötig. Leider haben auch hochdekorierte Wirtschaftswissenschaftler den Dreiklang sträflich vernachlässigt. (Anm. des Moderators: Der Leserbrief von Werner Hildenbrand wurde am 30. Juni in der FAZ (S. 18, Nr. 148) abgedruckt.)
"richtig", aber nicht "gleichgewichtig" In seiner Forderung nach einem "richtigen" Dreiklang von Theorie, Institutionenlehre und Ökonometrie möchte ich Herrn Sinn unterstützen. Jedoch sollte man wohl nicht, so wie er, "richtig" durch "gleichgewichtig" ersetzen. So scheint es mir, dass Herr Sinn am Ende des Artikels (Anm. des Moderators: "Der richtige Dreiklang der VWL", in: FAZ, 22.06.2009, S. 12) falsch liegt, wenn er Markt- und Staatsversagen gleich gewichtet. Demnach sollen Markt- und Staatsversagen durch diskretionäre Politikmaßnahmen korrigiert werden. Das bedeutet: In dem einen Fall korrigieren die Politiker die Privaten, und in dem anderen Fall sich selbst. Diese beiden Fälle dürften in ihrem Gewicht weit auseinander liegen. Zudem: Das Problem der Umsetzung wiegt schwerer als die "Beratungsresistenz" der Politiker (Informationsasymmetrien in der Politik, Inkonsistenz bei der Aggregation von Präferenzen, etc.). Jürgen Göbel
Sehr geehrter Herr Göbel, ich bin einverstanden mit dem, was Sie sagen. Dass die Politiker das Staatsversagen nicht selbst korrigieren können, ist einleuchtend. Aber dennoch kann der Ökonom das Analysieren und das Ergebnis seiner Analyse der Öffentlichkeit mitteilen, so dass die dann den Politikern Beine macht, wenn sie will. Mit freundlichem Gruß Hans-Werner Sinn