von Frank Westermann, in: ifo Schnelldienst 1/2003, S. 33-37. Eine Kreditklemme der privaten Firmen trägt nach Meinung von Frank Westermann, Ph.D., Universität München, zu der derzeitigen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Deutschland bei. Insbesondere kleinere Firmen sind hiervon betroffen, während große Firmen verstärkt alternative Möglichkeiten der Fremdfinanzierung wahrnehmen. Laut Westermann erinnert diese Entwicklung in vieler Hinsicht an die beginnende Bankenkrise in Japan Anfang der neunziger Jahre. Das Ausmaß des Problems betreffend sind die beiden Länder zwar kaum vergleichbar, die Ursachen und die Entwicklung makroökonomischer Variablen weisen jedoch eine bemerkenswerte Ähnlichkeit auf.
von Hans-Werner Sinn, Wolfgang Nierhaus, Wolfgang Meister, Oscar-Erich Kuntze und Jan-Egbert Sturm, in: ifo Schnelldienst 24/2002 S. 22-44, hier S. 32: Kasten: Zu den Risiken einer Kreditklemme in Deutschland (PDF, 42 KB). ifo Konjunkturprognose vom 19. Dezember 2002 mit Grafiken, Tabellen, Presseerklärung (Kurzfassung), Langfassung (PDF, 225 KB) Am 19. Dezember stellte das ifo Institut im Rahmen seines vorweihnachtlichen Pressegesprächs seine Prognose für das Jahr 2003 vor. In einem Kasten auf S. 32 werden die Risiken einer Kreditklemme in Deutschland dargestellt: "Die Kreditfinanzierung inländischer Unternehmen und Selbständiger durch deutsche Banken hat sich seit Anfang 2001 deutlich abgeschwächt. Eine verhaltenere Kreditvergabe ist in Rezessionsphasen durchaus üblich. Unter-nehmen brauchen aufgrund der in dieser Konjunkturphase üblicherweise re-duzierten Lagerhaltung und der schwächeren Investitionstätigkeit weniger Fremdmittel, die Kreditnachfrage sinkt. Gegenwärtig sind allerdings Befürch-tungen laut geworden, dass in Deutschland eine Kreditklemme wahrschein-licher wird, in der schwächere Unternehmen Probleme haben, Kredite zu bekommen. Derartige Angebotsprobleme könnten den Aufschwung in Deutschland weiter verzögern oder sogar zum Kippen bringen. ..." Für den gesamten Text bitte hier klicken (PDF, 42 KB).
Die Gründe für Deutschlands Wachstumsschwäche und die notwendigen Reformenvon Hans-Werner Sinn, in: ifo Schnelldienst 23/2002, Sonderheft, 32 S., hier S. 6-9: 2. Droht Deutschland die Japanische Krankheit? (PDF, 240 KB). Auszug aus S. 6-7: "Die deutschen Geschäftsbanken müssen ... wegen dieser Insolvenzen sehr hohe Wertberichtigungen für faule Kredite vornehmen. Im Verein mit dem Verfall der Aktienkurse vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2002 zwingen diese Wertberichtigungen die deutschen Banken und Lebensversicherer zur Einschränkung der Kreditvergabe an den privaten Unternehmenssektor sowie des Erwerbs privat emittierter Schuldverschreibungen bis hart an den Rand eines allgemeinen Credit Crunch. Ähnlichkeiten zu der Situation in Japan in den Jahren 1990 und 1991 liegen auf der Hand, denn auch damals war der Nikkei Index ähnlich dramatisch eingebrochen wie vor kurzem der DAX." Um den Abschnitt "2. Droht Deutschland die Japanische Krankheit?" aufzurufen, bitte hier klicken. (PDF, 240 KB). Für das Abstract des gesamten Aufsatzes, mit Link auf ein Fernsehinterview mit Hans-Werner Sinn, bitte hier klicken.
von Hans G. Russ, in: ifo Schnelldienst 21/2002, S. 28-29. Die veränderte Kreditgewährung deutscher Banken gilt als eine Ursache der gegenwärtigen Wachstums- und Investitionsschwäche der deutscher Wirtschaft. Das ifo Institut hat zusammen mit dem Forschungsinstitut empirica - delasasse, Köln, im Oktober eine Telefonumfrage bei 1 100 repräsentativen Unternehmen durchgeführt, um von der Seite der Kreditnachfrager etwas mehr Informationen zu diesem Thema zu erhalten. Die Ergebnisse zeigen, dass die momentan rückläufige Kreditvergabe nicht nur auf die konjunkturell bedingte schwache Nachfrage nach Krediten von Seiten der Unternehmen und privaten Kunden zurückzuführen ist, sondern auch auf die restriktivere Praxis der Kreditinstitute sowohl bei der Gewährung neuer Kredite als auch im Hinblick auf laufende Kredite.