Die Bekämpfung der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit ist eine der großen wirtschafts- und sozialpolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Gerade für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose ist die Lage am Arbeitsmarkt besonders bedrückend. Als Erklärung für die hohe Arbeitslosigkeit in diesem Segment des Arbeitsmarktes werden insbesondere die durch das institutionelle Regelwerk gesetzten Rahmenbedingungen herangezogen. Zur Lösung dieses Problems wird daher, nicht zuletzt angestoßen durch die Vorschläge der Hartz-Kommision, seit einiger Zeit eine Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe diskutiert.
Zur Bewertung möglicher Optionen und der zu erwartenden Effekte einer solchen Reform führen der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und das ifo Institut, München, mit Unterstützung durch die Deutsche Bundesbank am 28. März 2003 eine Konferenz zum Thema "Arbeitsmarktreformen im Niedriglohnbereich" durch. Teilnahme: Auf Einladung.
ifo Pressemitteilungvom 31.03.2003
Zustimmung für die Vorschläge des Sachverständigenrates, des wissenschaftlichen Beirats und des ifo Instituts zu Arbeitsmarktreformen im Niedriglohnbereich
ifo Pressemitteilung vom 27.03.2003
Die Tagung wird organisiert vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das Programm und weitere Informationen finden Sie unter www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de .
Der wissenschaftliche Beirat am Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und das ifo Institut haben zu den dringend notwendigen Reformen am Arbeitsmarkt umfangreiche Gutachten veröffentlicht. Alle drei Institutionen sehen die Ursache der Probleme in den zu hohen und zu wenig gespreizten Löhnen, die den Standort Deutschland unattraktiv machen und Arbeitslosigkeit erzeugen. Empfohlen wird insbesondere die Schaffung eines Niedriglohnsektors. Im Kern der Gutachten geht es um die partielle Umstellung der Sozialleistungen von Lohnersatz- auf Lohnergänzungsleistungen. Eine solche Umstellung der Sozialleistungen ermöglicht es den Unternehmen, mit neu geschaffenen Niedriglohnjobs zusätzliche Gewinne zu erzielen, und dennoch entstehen für den Staat keine Mehrkosten. Die Arbeitslosigkeit verringert sich, und in der Summe aus staatlichem und selbst verdientem Geld sind die Einkommen im Niedriglohnbereich höher als heute.
Die Gutachten im Einzelnen und weitere Beiträge:
Vom OFFENSIV-Gesetz zur "Aktivierenden Sozialhilfe" von Christian Holzner, Wolfgang Ochel, Martin Werding; ifo Studie im Auftrag der hessischen Staatskanzlei vom Januar 2003; ifo Forschungsbericht (Publikation in Vorbereitung). Kurzinfo (PDF, 9 KB) | Download (PDF, 253 KB)
Aktivierende Sozialhilfe - Ein Weg zu mehr Beschäftigung und Wachstum von Hans-Werner Sinn, Christian Holzner, Wolfgang Meister, Wolfgang Ochel, Martin Werding ifo Gutachten vom Mai 2002 (Projektseite)
veröffentlicht im ifo Schnelldienst 9/2002: Abstract | Download (PDF, 2.9 MB)
Reformen auf dem Arbeitsmarkt - Auf dem Weg zu Wachstum und mehr Beschäftigung Vorstellung des ifo-Gutachtens "Aktivierende Sozialhilfe" und Stellungnahme zu den Ergebnissen der Hartz-Kommission am 30.10.2002 in Kiel (Informationen zur Veranstaltung) Download der Powerpoint-Präsentation (PDF, 335 KB)
Reform des Sozialstaats für mehr Beschäftigung im Bereich gering qualifizierter Arbeit Gutachten vom 28./29. Juni 2002
BMWi-Dokumentation 512, August 2002 Download (PDF, 544 KB)
Jahresgutachten 2002/03: Zwanzig Punkte für Beschäftigung und Wachstum veröffentlicht am 13. November 2002
Gesamtes Gutachten Download (PDF, 3.46 MB)
Insbesondere Ziffern 433-458 im fünften Kapitel: "Die Politikbereiche im Einzelnen" Download des fünften Kapitel (PDF, 494 KB)