HANDELSBLATT, 23.04.2003, Nr. 78, S. 4
Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, München: "Wenn die SPD jetzt nicht mitzieht, macht sie sich schuldig am weiteren Niedergang unseres Landes. Eine Erhöhung der Neuverschuldung über die Maastricht-Grenze, der Verzicht auf die Steuerreform, die Vermögensteuer: das alles sind Rezepte für eine Fortsetzung des deutschen Siechtums. Das Geld reicht nun einmal nicht mehr, und deshalb müssen die Ausgaben des Staates runter. Der Sozialstaat muss außerdem umgebaut werden, indem weniger Geld für das Nichtstun zur Verfügung gestellt wird und mehr für das Mitmachen. Die Reform von Bundeskanzler Schröder ist auch insofern ein Schritt in die richtige Richtung - übrigens einer, der sozialdemokratischen Grundprinzipien durchaus entspricht."
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