Focus Money, 11.04.2006
Zahlreiche Jugendliche haben in Deutschland Schulprobleme. Was bedeutet das für die Wirtschaft?
Die Wirtschaft trägt die Konsequenzen – in Form hoher Arbeitslosigkeit, die den Staat um Milliarden an Steuern nicht nur Sozialleistungen kostet, sondern auch um Millairden an Steuern und Abgaben bringt. Menschen ohne Berufsschulabschluss sind heut zu 20, im Osten zu 50 Prozent arbeitslos. Mit Abschluss sind e4s im Bundesschnitt nur acht Prozent.
Hat auch der Staat denn Möglichkeiten, das zu verhindern?
Kinder müssen im frühkindlichen Alter angemessen gefördert werden. Ein Weg dahin wäre eine Kindergartenpflicht und eine Pflicht, die deutsche Sprache zu lernen. Außerdem brauchen junge Menschen ein Umfeld, das als Vorbild dient. Im Berliner Stadtteil Neuköln etwa liegt die Arbeitslosenquote bei über 35 Prozent.
Kann der Staat daran was ändern?
Mit Kombilohn, also staatlich bezuschusster Arbeit, könnten auch schlecht Qualifizierte beschäftigt werden. Für Erwachsene bedeutet das nicht mehr nur vom Staat abhängig zu sein, für die Kinder eine Perspektive außerhalb der Arbeitslosigkeit zu haben.
GF
Please send your comments or questions on specific articles to: presse@ifo.de. Please mention in your e-mail the article you are concerned with.
Phone: +49(0)89/9224-1218 Fax: +49(0)89/9224-1267
Press Echo
Comments on current economic policy issues in Policy Debate: