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ifo Projekt

Auswirkungen des geplanten gesetzlichen Mindestlohns auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in Sachsens Kreisen und kreisfreien Städten

Auftraggeber: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr •
Projektlaufzeit: Mai 2014 - Juli 2014 •
Bearbeitender Bereich: Niederlassung Dresden •

 

Projektteam:   Prof. Marcel Thum
Lars Vandrei
Michael Weber
Prof. Andreas Knabe (Otto-von-Guericke Universität Magdeburg)
Christine Lücke (Otto-von-Guericke Universität Magdeburg)
 
Forschungsprofessor:   Prof. Ronnie Schöb (Freie Universität Berlin)
 
 
Auftraggeber:   Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

 
Projektlaufzeit:   Mai 2014 - Juli 2014

Ergebnisse

Der Deutsche Bundestag hat am 3. Juli 2014 einen allgemein gültigen, flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 € brutto je Zeitstunde beschlossen. Dieser gilt seit dem 1. Januar 2015 verbindlich für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im gesamten Bundesgebiet. Ausgenommen sind nur einige wenige Arbeitsverhältnisse, die z. B. Neuanstellungen von zuvor Langzeitarbeitslosen oder Jugendliche unter 18 Jahren ohne Berufsabschluss sowie bestimmte Praktikantenverhältnisse betreffen. Übergangsweise sind bis Ende 2016 noch abweichende tarifvertragliche Vereinbarungen zulässig. Die Bundesregierung als Befürworterin der Regelung argumentiert, dass ein allgemeiner Mindestlohn die Beschäftigten vor unangemessen niedrigen Löhnen schütze. Die Gegner eines allgemein verbindlichen Mindestlohns betonen, dass dieser zu Beschäftigungsverlusten führen werde. Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen daher die Auswirkungen des flächendeckenden Mindestlohns auf die Beschäftigung in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten im Freistaat Sachsen quantifiziert werden.

Zunächst werden die kreisspezifischen Lohnverteilungen für das Jahr 2015 ermittelt. Datengrundlage ist in erster Linie die Verdienststrukturerhebung des Jahres 2010. Da diese aber keine Daten zu Beschäftigten in Kleinbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern enthält, werden die fehlenden Angaben mit Hilfe des Sozio-oekonomischen Panels und des Betriebshistorikpanels simuliert. Die Lohndaten werden anschließend bis zum Jahr 2015 fortgeschrieben. Anhand der kreisspezifischen Lohnverteilungen werden sodann der Betroffenheitsgrad und schließlich die zu erwartenden Beschäftigungseffekte berechnet.

Veröffentlichung

  1. Knabe, Andreas, Christine Lücke, Ronnie Schöb, Marcel Thum, Lars Vandrei und Michael Weber, "Regionale Beschäftigungseffekte des Mindestlohns im Freistaat Sachsen", ifo Dresden berichtet 21 (05), 2014, 03-12 | Details | PDF Download

Ansprechpartner

Prof. Dr. Marcel Thum

ifo Institut
Niederlassung Dresden
Telefon: +49(0)351/26476-19
Fax: +49(0)351/26476-20
E-Mail: thum @ ifo.de
Website


Short URL: www.ifo.de/de/w/37zBLgaUj