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ifo Bildungsbarometer 2015

Das ifo Bildungsbarometer wurde vom ifo Zentrum für Bildungsökonomik im Rahmen des von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten SAW-Projekts „Die politische Ökonomie der Bildungspolitik: Erkenntnisse aus einer Meinungsumfrage“ entwickelt. Basis des zweiten ifo Bildungsbarometers ist eine im Mai 2015 durchgeführte Meinungsumfrage unter 4.203 Befragten, die eine repräsentative Stichprobe der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland darstellen.

Erste Ergebnisse des ifo Bildungsbarometers 2015 finden Sie in folgender Veröffentlichung:

  1. Wößmann, Ludger, Philipp Lergetporer, Franziska Kugler, Laura Oestreich und Katharina Werner, "Deutsche sind zu grundlegenden Bildungsreformen bereit – Ergebnisse des ifo Bildungsbarometers 2015", ifo Schnelldienst 68 (17), 2015, 29-50 | Details | PDF Download

Einige Befunde des ifo Bildungsbarometers 2015

Beispielsweise zeigt das ifo Bildungsbarometers 2015, dass die Deutschen mit großer Mehrheit für höhere Gehälter bei den Erzieherinnen sind. 79 Prozent unterstützen diese Forderung. Gleichzeitig spricht sich eine klare Mehrheit gegen das Betreuungsgeld aus. Mit 57 Prozent zu 34 Prozent lehnen es die Deutschen ab. Dieser Befund deutet darauf hin, dass die deutsche Bevölkerung mehrheitlich nicht hinter einer verfassungskonformen Wiedereinführung des Betreuungsgeldes stehen würde. Gebühren für Kitas lehnen die Deutschen klar ab. 77 Prozent sind dafür, dass alle Kinder ab vier Jahren kostenfrei in die Kindergärten gehen können und dass diese aus Steuergeldern bezahlt werden. Dabei sind 86 Prozent der Befragten auch für bundesweite Qualitätsstandards in den Kitas bei der Gruppengröße und bei der Ausbildung der Erzieherinnen. Allerdings sind 55 Prozent dagegen, dass Erzieherinnen ein Hochschulstudium absolvieren müssen.

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Reformbedarf sehen die Deutschen auch in der Grundschule: 64 Prozent sind dafür, dass die Eltern die Schule frei wählen können und nicht auf eine bestimmte festgelegt sind wie bislang in den meisten Bundesländern. 64 Prozent sind dafür, dass allein die Noten bestimmen, auf welchen Schultyp ein Kind nach der Grundschule wechselt, anders als heute in vielen Bundesländern, in denen diese Entscheidung bei den Eltern liegt. 68 Prozent sprechen sich darüber hinaus dafür aus, bundesweite Vergleichstests in Deutsch und Mathematik einzuführen, die in die Schulnoten einfließen.

Ganztagsschulen bis 15 Uhr befürworten die Deutschen mit 61 zu 29 Prozent, bis 16 Uhr mit 56 zu 36 Prozent und bis 17 Uhr noch mit 47 zu 43 Prozent. Mehr als 80 Prozent sind jeweils für die Einführung deutschlandweit einheitlicher Abschlussprüfungen im Abitur und beim Haupt- bzw. Realschulabschluss. 78 Prozent möchten, dass die staatlichen Ausgaben für Schulen steigen. Schließlich sprechen sich 59 Prozent für die Einführung von nachgelagerten Studiengebühren aus, die erst nach dem Studium und erst ab einem gewissen Jahreseinkommen gezahlt werden müssen.

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Insgesamt belegt das ifo Bildungsbarometer 2015, dass die deutsche Bevölkerung eine hohe Bereitschaft zu Reformen im Bildungssystem aufweist. Weitere Details zu Methodik und Ergebnissen des ifo Bildungsbarometers 2015 finden Sie in folgender Veröffentlichung. 

Veröffentlichung

  1. Wößmann, Ludger, Philipp Lergetporer, Franziska Kugler, Laura Oestreich und Katharina Werner, "Deutsche sind zu grundlegenden Bildungsreformen bereit – Ergebnisse des ifo Bildungsbarometers 2015", ifo Schnelldienst 68 (17), 2015, 29-50 | Details | PDF Download

Medienresonanz

  1. Wieso das Bezahlstudium gerecht ist
    Presseinterview mit Ludger Wößmann, Die Zeit, 03.09.2015, S. 66. Details

  2. Welche Bildungsreformen Eltern wünschen
    Presseecho, wiwo.de, 01.09.2015. Details

  3. Von wegen reformmüde
    Presseecho, zeit.de, 01.09.2015. Details

  4. Bildungsumfrage: Deutsche wollen Zentralabitur
    Presseecho, spiegel.de, 01.09.2015. Details

  5. Deutsche für kostenfreie Kita-Plätze ab vier Jahren
    Presseecho, faz.net, 01.09.2015. Details

  6. Denkt an die Kinder!
    Presseartikel von Ludger Wößmann, Süddeutsche Zeitung, 27.07.2015, S. 16. Details

Medienresonanz in Radio und Fernsehen

Bildungsreformen gewünscht - Mehrheit der Deutschen für Studiengebühren
Radiointerview mit Ludger Wößmann, B5 aktuell, Das Campusmagazin, 06.09.2015 ... Audio

Studie zur Bildungspolitik
TV-Beitrag, ZDF, ZDF spezial, 01.09.2015 ... Video

Bildungsbarometer 2015
TV-Beitrag, MDR, MDR aktuell, 01.09.2015 ... Video

ifo Bildungsbarometer 2015
Radiointerview mit Ludger Wößmann, BR2, Radiowelt, 01.09.2015 ... Audio

ifo Studie – Was Deutsche über Bildung denken
Radiointerview mit Ludger Wößmann, Deutschlandfunk, Das Bildungsmagazin, 01.09.2015 ... Audio

Kontakt

Prof. Dr. Ludger Wößmann

ifo Institut
ifo Zentrum für Bildungsökonomik
Telefon: +49(0)89/9224-1699
Fax: +49(0)89/907795-1699
E-Mail: woessmann @ ifo.de
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