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Hanser Verlag 2012

"Die Target-Falle" von Hans-Werner Sinn

Image "Die Target-Falle" von Hans-Werner Sinn

Im Januar 2002 wurden die neuen Euroscheine mit großen Hoffnungen verteilt – heute, nur zehn Jahre später, steckt das Europrojekt in einer tiefen Krise: Was als europäisches Friedensprojekt begann, hat zu Streit und Unwillen geführt, der nur durch den tiefen Griff in das Sparkonto der Deutschen im Zaum gehalten wird.

Manche Euroländer haben über ihre Verhältnisse gelebt, hohe Außenschulden aufgebaut und stehen heute am Rand der Staatspleite. Doch ihre Notenbanken bedienen sich einfach der Notenpresse, um die Finanzprobleme der Wirtschaft zu lösen. Mit Billigung der EZB ziehen sie die Ersparnisse der solideren Länder aus dem Kassenautomaten, den sie mit dem Beitritt zum Euro bei sich aufstellen durften. Um sie davon abzuhalten, bleibt nichts anderes übrig, als ihnen nun auch noch Geld über die offiziellen Rettungsschirme zuzuleiten. Nicht nur Deutschland sitzt in der Falle. Wenn das Europrojekt eine Zukunft haben soll, müssen wieder härtere Budgetbeschränkungen eingeführt werden, und den Ländern, die damit nicht zurechtkommen, muss die Möglichkeit gewährt werden, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch einen temporären Austritt wiederherzustellen. Hans-Werner Sinn meldet sich mit einer umfassenden Analyse zu Wort.

Zitat

„Die Eurokrise ist inzwischen von den Banken zu den Staaten und in die Realwirtschaft hinübergeschwappt, und sie wird als immer brenzliger und unbeherrschbarer empfunden, obwohl den Krisenländern des Euroraums während der ganzen Zeit über die EZB und die Rettungsschirme geholfen wurde. Schwindelerregende Rettungssummen werden mit wachsender Hektik durch die Parlamente und den EZB-Rat gepeitscht, um die sich zuspitzenden Probleme des Eurosystems zu bändigen, und doch scheint die Politik der Krise nicht Herr zu werden Im Mittelpunkt dieses Buches steht das Thema der Target-Kredite, die im großen Stil durch das EZB-System geflossen sind und die offiziellen Rettungskredite in den Schatten stellen. Target-Kredite sind ein komplexes, schwer zu durchschauendes Thema. Von der Politik wurde ihre Bedeutung lange ignoriert. Nach der Lektüre dieses Buches wird aber jeder verstehen, worum es hier geht, und er muss es verstehen, denn es steht das Vermögen eines jeden einzelnen Bürgers auf dem Spiel.“

Hans-Werner Sinn

Autor

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Hans-Werner Sinn ist seit 1984 Ordinarius in der volkswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach zahlreichen abgelehnten Rufen u.a. auf ein Max-Planck-Institut wurde er 1999 Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München und Leiter des CESifo-Forscher-Netzwerks, weltweit eines der größten seiner Art. Er war Präsident des Weltverbandes der Finanzwissenschaftler (IIPF) und Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik, des Verbandes der deutschsprachigen Ökonomen. Er hat viele Auszeichnungen und Preise erhalten und ist Autor zahlreicher Bücher und Fachartikel sowie ein gefragter Gesprächspartner in Medien und Politik.

Details zum Buch

Details zum Buch "Die Target-Falle – Gefahren für unser Geld und unsere Kinder"
von Hans-Werner Sinn
Erscheinungsdatum: 8.  Oktober 2012
Fester Einband, 418 Seiten
Preis: 19.90 € (D) / 27.90 sFR (CH) / 20.50 € (A), ISBN 978-3-446-43353-3
E-Book, ISBN 978-3-446-43391-5
Hanser Verlag

Vorabdruck

  1. Europas Schuldenkrise
    Presseartikel von Hans-Werner Sinn, Frankfurter Allgemeine Zeitung (online), 28.01.2013 Details

  2. Ein Bündnis der Ungleichen
    Presseartikel von Hans-Werner Sinn, Handelsblatt, 08.10.2012, Nr. 194, S. 48 Details

  3. So wurden die Euro-Retter erpressbar
    Presseartikel von Hans-Werner Sinn, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2012, Nr. 40, S. 32 Details

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