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Docbase - Publikationsdatenbank der CESifo Gruppe

Detailinformationen zur Publikation

Bonin, Holger / Fichtl, Anita / Rainer, Helmut / Spieß, C. Katharina / Stichnoth, Holger / Wrohlich, Katharina

Lehren für die Familienpolitik – Zentrale Resultate der Gesamtevaluation familienbezogener Leistungen

Mit der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen »Gesamtevaluation ehe- und familienbezogener Leistungen« wurden erstmals zentrale Instrumente der deutschen Familienpolitik systematisch und umfassend evaluiert. Dabei wurden folgende familienpolitische Ziele vorgegeben: die Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität der Familien, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die frühe Förderung von Kindern, die Erfüllung von Kinderwünschen und der Nachteilsausgleich zwischen den Familien. Die Gesamtschau der Ergebnisse der Evaluationsstudien des DIW Berlin, ifo und ZEW zeigt, dass primär eine Maßnahme heraussticht, mit der keine familienpolitischen Zielkonflikte verbunden sind. Dies ist die öffentliche Finanzierung der Kindertagesbetreuung. In sie sollte weiter investiert werden – die bisherige Elternbeteiligung sollte zunächst beibehalten und für Verbesserungen der Qualität verwandt werden. Auch das Elterngeld verursacht kaum Zielkonflikte und sollte so weiterentwickelt werden, dass es mehr Anreize für eine partnerschaftliche Arbeitsteilung setzt. Finanzieller Spielraum könnte durch eine Reform des Ehegattensplittings hin zu einem gedeckelten Realsplitting gewonnen werden. Aufgrund relativ schwacher Effekte des Kindergeldes auf die analysierten Ziele sollte von einer Erhöhung dieser Leistung abgesehen werden.

Lessons for Family Policy – Central Results of the Ex-Post-Evaluation of Monetary Family Related Benefits in Germany

The “Ex-Post-Evaluation of Monetary Family Related Benefits in Germany” commissioned by the German federal government represented the first systematic and comprehensive evaluation of central instruments of German family policy. The following family policy goals were set: the safeguarding of the economic stability of families, the improved compatibility of family and career, the early advancement of children, the fulfillment of children’s wishes and the compensation for disadvantages between families. The overall review of the results of the evaluation studies conducted by the DIW Berlin, Ifo and the ZEW highlights one outstanding measure that does not involve any family-policy target conflicts; namely the public financing of children’s care. There should be greater investment in this area, with parental participation continuing as to date and used to improve the quality of child care. Parental benefit hardly causes any target conflicts either; and should thus be further developed to provide more incentives for the division of work between partners. Scope for financial flexibility could also be achieved via a reform of the spousal joint tax declaration in favour of capped real splitting. Due to the relatively weak effects of parental benefit on the goals analysed, an increase in this benefit should be targeted.

ifo Schnelldienst 66 (18), 22-30

Verlag: ifo Institut, München, 2013

Schlagwörter: Familienpolitik, Familienleistungsausgleich, Kinderbetreuung, Elternzeit, Familienbesteuerung, Deutschland

JEL Klassifikation:
[H240] Personal Income and Other Nonbusiness Taxes and Subsidies; includes inheritance and gift taxes
[H310] Fiscal Policies and Behavior of Economic Agents: Household
[J120] Marriage; Marital Dissolution; Family Structure; Domestic Abuse
[J130] Fertility; Family Planning; Child Care; Children; Youth

Artikelnummer: 11012013018003

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Enthalten in Zeitschrift bzw. Sammelwerk:

  1. "ifo Schnelldienst 18/2013", ifo Institut, München, 2013, 03-32 | Details | PDF Download

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