Main Content

ifo-Präsident Sinn kritisiert Wertpapier-Käufe durch Zentralbank

09.03.2015

ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hat die Wertpapier-Käufe der Europäischen Zentralbank kritisiert. „Die Begründung dafür ist nur vorgeschoben, denn es gibt keine Deflation im Euroland, sondern einen konjunkturell hochwillkommenen Absturz der Ölpreise“, erklärte Sinn am Montag in München.

„Das kurbelt die Konjunktur an, aber muss doch nicht bekämpft werden.“ Tatsächlich führe das Kaufprogramm zur Abwertung des Euro, was ja schon geschehe. „Doch das darf die EZB nicht sagen, denn eine Wechselkurspolitik ist nicht ihr Auftrag“, fügte Sinn hinzu. „Außerdem erleichtert das Programm den Staaten die Verschuldung mit der Druckerpresse, was verboten ist. Und bei 20 Prozent der Käufe werden faktisch Eurobonds durch die Hintertür eingeführt, wegen der Haftungsgemeinschaft über die EZB.“

Kontakt

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn

ifo Institut
Vorstand
Telefon: +49(0)89/9224-1279
Fax: +49(0)89/9224-1901
E-Mail: sinn @ ifo.de
Website

Pressekontakt

Harald Schultz

ifo Institut
Presse, Redaktion, Konferenzen
Telefon: +49(0)89/9224-1218
Fax: +49(0)89/9224-1267
E-Mail: schultz @ ifo.de
Website


Short URL: www.ifo.de/de/w/4JbfUxroe