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Euro-zone Economic Outlook: Eurozone kommt nur mühsam aus der Rezession

05.04.2013

Im vierten Quartal 2012 ist das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone deutlich gesunken (-0,6% nach -0,1% im dritten Quartal), was sowohl auf einen starken Rückgang der Exporte als auch eine anhaltend schwache Binnennachfrage zurückzuführen ist.

Unternehmensbefragungen zum Jahresbeginn 2013 deuten jedoch auf eine langsame Erholung der realwirtschaftlichen Aktivität in den kommenden Quartalen hin (0,0% im ersten Quartal, +0,1% im zweiten Quartal und +0,2% im dritten Quartal). Die Exporttätigkeit wird sich voraussichtlich wieder beleben, da die Nachfrage aus den Vereinigten Staaten und den Schwellenländern steigen dürfte.

Letztere profitieren von einer expansiveren Geld- und Fiskalpolitik. Diese erhöhte Auslandsnachfrage, in Kombination mit einer verringerten Finanzmarktunsicherheit, dürfte die Investitionstätigkeit stabilisieren. Die privaten Konsumausgaben werden voraussichtlich zweiten und dritten Quartal unverändert zeigen dürften. Zum einen lasten weiterhin fiskalische Konsolidierungsmaßnahmen und eine verschlechterte Arbeitsmarktsituation auf den verfügbaren Einkommen. Zum anderen dürfte aber eine sinkende Inflationsrate die Budgets der Haushalte entlasten und den Rückgang des Konsums bremsen. Unter der Annahme, dass der Ölpreis im Prognosezeitraum um 110 USD pro Fass und der Wechselkurs um 1,30 USD je Euro schwanken werden, wird die Inflationsrate von 1,8% im ersten Quartal 2013 auf 1,5% im dritten Quartal fallen. Die Prognose beruht auf der Annahme, dass die Finanzmarktunsicherheit nicht erneut sprunghaft ansteigt, obwohl politischen Risiken weiterhin bestehen.

Der Euro-zone Economic Outlook ist eine gemeinsame europäische Konjunkturprognose von ifo Institut, INSEE in Paris und Istat in Rom.

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