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Vereinnahmt

Presseartikel von Hans-Werner Sinn, Die Zeit, 20.11.2008, Nr. 48, S. 72

Zusammen mit Bundespräsident Horst Köhler, Friedrich Merz und Arnulf Baring wurde ich in einer Bildunterschrift im Zusammenhang mit der Bankenkrise als »Propagandist der regellosen Marktwirtschaft und Gegner des Staates« zitiert. Das deutsche Staatsoberhaupt muss nicht begründen, dass es kein Gegner des Staates ist; ein Hochschulprofessor, der die Denkrituale und Tabus der Parteien, Kirchen und Verbände missachtet, muss es schon. Das tue ich mit dem Hinweis auf meine Publikationen zum Systemwettbewerb, insbesondere mein Buch The New Systems Competition, Basil Blackwell 2003. Dort zeige ich, dass der staatliche Wettbewerb der Regulierungssysteme ein Laschheitswettbewerb ist, der in einem Übermaß an Deregulierung mündet. Neben der Erosion des Sozialstaates, der Steuern, des Lebensmittelrechts und der Wettbewerbsordnungen behandle ich die Erosion der Bankenregulierung. und erläutere, wieso sie zum Glücksrittertum der Bankvorstände führt.

Hans-Werner Sinn, München Ludwig Maximilians-Universität München und ifo (Institut für Wirtschaftsforschung)

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