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Sinn verdreht

Presseartikel von Hans-Werner Sinn , Financial Times Deutschland 27.04.2006, S. 26

Zur FTD-Sonderseite anlässlich des 60. Todestages von John Maynard Keynes, FTD vom 21. April

Auf der Sonderseite über Keynes hat mir jemand - sicherlich ungewollt - einen Streich gespielt, indem er mir in einem hervorgehobenen Zitat die Aussage unterschiebt: „Es gibt noch andere Krankheiten als die Unterbeschäftigung." Es wirkt, als hätte ich das wörtlich so gesagt. Auch wenn der Platz für das kleine, aber wichtige Adjektiv „keynesianische" vor der „Unterbeschäftigung" gefehlt haben sollte, hätte das nicht passieren dürfen. Meiner Aussage wurde ein ganz anderer Sinn gegeben. Sie wirkt nun wie eine schlimme und fast beleidigende Verharmlosung des Problems der Arbeitslosigkeit. In der Tat halte ich die Arbeitslosigkeit für das alles überragende Problem unseres Landes. Was ich in meinem Text ausführe ist doch nur, dass die Arbeitslosigkeit im Wesentlichen heute nicht mehr keynesianischer Natur ist, sondern auf die falschen Lohnstrukturen zurückzurühren ist.

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-lnstituts, München

Anm. d. Red.: Das hervorgehobene Zitat wurde tatsächlich nur aus technischen Gründen gekürzt, dadurch aber inhaltlich verzerrt. Wir bitten um Entschuldigung für den Fehler. Der komplette und korrekte Satz stand im Haupttext des Artikels.

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