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ifo-Chef Hans-Werner Sinn fordert teilweisen Schuldenerlass für Südländer

Interview mit Hans-Werner Sinn, Bloomberg Brief Deutschland, 07.07.2014

Hans-Werner Sinn ist seit 1999 Präsident des ifo Instituts in München. Der an der Universität Mannheim 1983 habilitierte Ökonom ist Professor für Nationalökonomie Finanzwissenschaft an der LMU in München. Im Juni 2013 kritisierte Sinn als Sachverständiger des Bundesverfassungsgerichts im Verfahren zum OMT-Programm der EZB deren Kurs.

Bloomberg: Herr Sinn, ist die Eurokrise überstanden oder steuert der Euroraum auf eine neue Krise - Deflation - zu?

Sinn: Wir brauchen in Südeuropa reale Abwertungen durch die Senkung der relativen Güterpreise in der Größenordnung von 20 bis 30 Prozent. Das kann durch eine Inflation im Norden oder eine Deflation im Süden bewirkt werden. Es ist nicht Aufgabe der EZB, eine Deflation in Teilgebieten des Währungssystems zu verhindern. Problematisch würde es nur, wenn die durchschnittliche Inflation - insbesondere für die selbsterzeugten Waren - negativ wird. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte.

 

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