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ifo Personalleiterbefragung 3. Quartal 2013: "Flexiblität im Personaleinsatz"

Home Office als Teil der Unternehmensorganisation

Im dritten Quartal 2013 thematisierte die Sonderfrage das Angebot von Home-Office-Arbeitsplätzen in den Unternehmen.

Es wurde gefragt, ob Home Office einen Bestandteil der Unternehmensorganisation darstellt und inwiefern sich der Einsatz von Home Office in den vergangenen vier bis fünf Jahren geändert hat bzw. bis Ende 2014 voraussichtlich ändern wird. Ob Home Office als Ergänzung – etwa im Hinblick auf eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf – oder Ersatz von festen Arbeitsplätzen in der Firma genutzt wird, wurde dabei nicht unterschieden. Aus den Bemerkungen der Umfrageteilnehmer geht überdies hervor, dass in einigen Firmen Home Office nur in geringem Umfang genutzt bzw. genehmigt wird oder auf einen kleinen Personenkreis, wie Führungspersonen, beschränkt ist.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass in jeder dritten Firma Home-Office-Arbeitsplätze einen Teil der Unternehmensorganisation darstellen. Zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen gibt es keine nennenswerten Abweichungen vom Durchschnitt; differenziert nach Beschäftigtengrößenklassen fällt jedoch auf, dass in großen Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten Home Office eine weitaus größere Rolle spielt als in kleinen Betrieben (50% bzw. 26%).

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Weiterhin wurden die Personalleiter gefragt, inwiefern sie in den vergangenen vier bis fünf Jahren die Anzahl von Home-Office-Arbeitsplätzen verändert haben. Die Prozentangaben beziehen sich anteilig auf Firmen, die im ersten Teil der Frage angaben, derzeit Home Office zu nutzen. Ein Großteil der Unternehmen (62%) gab an, in den letzten Jahren das Angebot von Home Office ausgebaut zu haben. Auch hier zeigen die Ergebnisse, dass große Firmen (mit 250 und mehr Mitarbeitern) den Einsatz von Home Office stärker vorantrieben („ausgebaut“: 73%) als kleinere Firmen. Der Anteil der Firmen, die Home Office derzeit weniger stark einsetzten als noch in den letzten Jahren, liegt im Durchschnitt bei nur 2%.  

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Zudem planen rund 19% der befragten Firmen, bis Ende 2014 das Angebot bzw. den Einsatz von Home Office weiter auszubauen. Auch hier scheint das Thema in großen Firmen von überdurchschnittlicher Relevanz zu sein: 35% wollen Home Office verstärkt nutzen; bei kleinen Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern gaben dies nur 15% der Personalleiter an. Differenziert nach Wirtschaftsbereichen planen Industriefirmen verstärkt, Home Office zu nutzen (27%); im Handel und im Dienstleistungsbereich sind es 13% bzw. 15%. Im Durchschnitt haben rund 3% der Firmen vor, den Einsatz von Home Office in Zukunft zu reduzieren.  

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Weiterhin ergab die Befragung, dass anteilig an den Unternehmen, für die Home Office derzeit keine Rolle spielt, rund 3% angaben, in Zukunft Home Office in ihre Unternehmensorganisation mit aufzunehmen. 

Ansprechpartner:

Anita Jacob-Puchalska

ifo Institut
ifo Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien
Telefon: +49(0)89/9224-1336
Fax: +49(0)89/985369
E-Mail: jacob-puchalska @ ifo.de
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