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Euro-zone Economic Outlook Juli 2012 Eurozone in der Rezession

Nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im ersten Quartal 2012 noch stagnierte wird es im zweiten und dritten Quartal voraussichtlich sinken (-0,2 % bzw. -0,1 %) bevor es sich im vierten Quartal wieder leicht erholen dürfte (+0,1 %). Die globale Nachfrage dürfte im Prognosezeitraum moderat zulegen und die Nettoexporte somit ein wesentlicher Grund für die Erholung sein. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte werden dagegen durch die angespannte Arbeitsmarktsituation sowie die anhaltenden fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen belastet.

Angesichts des weiterhin niedrigen Konsumentenvertrauens dürften die privaten Konsumausgaben im zweiten und dritten Quartal sinken (- 0,2 % bzw. -0,1 %) und im vierten Quartal 2012 stagnieren. Im zweiten Quartal 2012 waren die Kreditvergabebedingungen in einigen Mitgliedsländern außergewöhnlich restriktiv. Das Kreditangebot dürfte auch im Prognosezeitraum knapp bleiben, da Banken ihre Eigenkapitalquoten erhöhen müssen und der konjunkturelle Ausblick negativ ist. Daher wird die Investitionstätigkeit im Prognosezeitraum zurückgehen (-0,7 % im zweiten Quartal, -0,5 % im dritten Quartal und -0,3 % im vierten Quartal 2012). Unter der Annahme, dass der Ölpreis im Prognosezeitraum um 98 USD pro Fass und der Wechselkurs um 1,25 USD je Euro schwanken werden, wird die Inflationsrate voraussichtlich sinken (von 2,4 % im zweiten Quartal auf 2,0 % im dritten und vierten Quartal 2012). Der nachlassende Preisdruck kann sowohl auf fallende Energie- und Rohstoffpreise als auch auf die schwache Inlandsnachfrage zurückgeführt werden.

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