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Prognosen

Viermal im Jahr erstellt das ifo Institut eine Vorschau auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, des Arbeitsmarkts, der Preise und der staatlichen Einnahmen und Ausgaben in Deutschland und der Europäischen Union. Jeweils zur Jahresmitte und zum Jahresende veröffentlicht das ifo Institut eigene Konjunkturprognosen. Im Frühjahr und Herbst beteiligt es sich an der Gemeinschaftsdiagnose der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute. Der "Euro-zone Economic Outlook" ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt zwischen dem ifo Institut, dem INSEE in Paris und dem Istat in Rom zur gemeinsamen Schätzung (für das abgelaufene Quartal) und Prognose (für das laufende und das darauffolgende Quartal) des realen Bruttoinlandsprodukts, des Konsums, der Industrieproduktion und der Inflationsrate in der Eurozone (vierteljährlich). Der "Report on the European Economy" der EEAG (European Economic Advisory Group at CESifo) enthält eine Konjunkturprognose für die europäische Wirtschaft (jährlich, in englischer Sprache).

Letzte Veröffentlichungen

  1. Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2013

    Deutsche Konjunktur erholt sich – Wirtschaftspolitik stärker an der langen Frist ausrichten

    18.04.2013: Die Konjunktur in Deutschland ist im Frühjahr 2013 wieder aufwärts gerichtet. Die Lage an den Finanzmärkten hat sich entspannt, nachdem die Unsicherheit über die Zukunft der Europäischen Währungsunion gesunken ist. Auch der weltwirtschaftliche Gegenwind hat nachgelassen. Die Institute erwarten, dass in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,8 % (68 %-Prognoseintervall: 0,1 % bis 1,5 %) und im kommenden Jahr um 1,9 % zunimmt. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte weiter zurückgehen und im Jahresdurchschnitt bei 2,9 Mill. in diesem bzw. 2,7 Mill. Personen im nächsten Jahr liegen. Die Inflationsrate wird im laufenden Jahr auf 1,7 % zurückgehen, bevor sie bei zunehmender Kapazitätsauslastung im kommenden Jahr auf 2,0 % anzieht. Der Staatshaushalt wird im Jahr 2013 annähernd ausgeglichen sein und im Jahr 2014 dank der günstigeren Konjunktur einen Überschuss von 0,5 % in Relation zum Bruttoinlandsprodukt aufweisen. Die Wirtschaftspolitik sollte jetzt die lange Frist wieder stärker in den Blick nehmen. Zwar haben strukturelle Anpassungsprozesse in den Krisenländern inzwischen begonnen, institutionelle Probleme im Euroraum sind aber noch nicht gelöst. Der deutsche Staatshaushalt ist auch demografiebedingt langfristig erheblichen Belastungen ausgesetzt. Details

  2. Euro-zone Eocnomic Outlook April 2013

    Eurozone kommt nur mühsam aus der Rezession

    05.04.2013: Im vierten Quartal 2012 ist das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone deutlich gesunken (-0,6% nach -0,1% im dritten Quartal), was sowohl auf einen starken Rückgang der Exporte als auch eine anhaltend schwache Binnennachfrage zurückzuführen ist. Unternehmensbefragungen zum Jahresbeginn 2013 deuten jedoch auf eine langsame Erholung der realwirtschaftlichen Aktivität in den kommenden Quartalen hin (0,0% im ersten Quartal, +0,1% im zweiten Quartal und +0,2% im dritten Quartal). Die Exporttätigkeit wird sich voraussichtlich wieder beleben, da die Nachfrage aus den Vereinigten Staaten und den Schwellenländern steigen dürfte. Details

  3. Euro-zone Eocnomic Outlook Januar 2013

    Leichte Erholung zur Jahresmitte

    09.01.2013: Das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone sank im dritten Quartal 2012 um 0,1%. Der Einbruch der Industrieproduktion im Oktober sowie aktuelle Unternehmensbefragungen deuten auf einen Rückgang der realwirtschaftlichen Aktivität auch im vierten Quartal hin (-0,4%). Details

  4. ifo Konjunkturprognose 19.12.2012

    Konjunkturprognose Ostdeutschland und Sachsen 2012/2013: Eurokrise bringt gesamtwirtschaftliche Entwicklung nahezu zum Stillstand

    19.12.2012: Die Weltkonjunktur hat sich seit Mitte des Jahres 2011 zunehmend abgekühlt, was zum einen auf die erneute Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise und zum anderen auf die restriktive Geldpolitik der Schwellenländer zurückzuführen ist. Diese Entwicklung führte letztendlich dazu, dass sich auch die konjunkturelle Situation im ostdeutschen und sächsischen Verarbeitenden Gewerbe deutlich verschlechtert hat. In der Folge hat auch die gesamtwirtschaftliche Dynamik stark nachgelassen. Mit dem Abgleiten in eine Rezession der Wirtschaft in Ostdeutschland (mit Berlin) und Sachsen muss aber nicht gerechnet werden. Nach der aktuellen Prognose des ifo Instituts (Niederlassung Dresden) dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ostdeutschen Bundesländern in den Jahren 2012 und 2013 um 0,2 % bzw. 0,5 % zunehmen, allerdings mit einer spürbaren Belebung im Verlauf des kommenden Jahres. In Sachsen, das infolge der spezifischen Wirtschaftsstruktur stärker von den außenwirtschaftlichen Einflüssen abhängig ist, dürfte die konjunkturelle Entwicklung in diesem Jahr etwas schwächer und im kommenden Jahr geringfügig besser sein als in Ostdeutschland insgesamt. Details

  5. ifo Konjunkturprognose 13. Dezember 2012

    ifo Konjunkturprognose 2012/2013: Eurokrise verzögert Aufschwung

    13.12.2012: Im vierten Quartal 2012 wird die deutsche Wirtschaft voraussichtlich schrumpfen, bevor im kommenden Jahr eine zunächst leichte Erholung einsetzt. Darauf deutet das ifo Geschäftsklima hin, das in den vergangenen Monaten den Aufschwungsbereich verlassen hat, zuletzt aber wieder spürbar gestiegen ist. Maßgeblich für die Konjunkturschwäche ist die Eurokrise. Im Jahresdurchschnitt 2013 dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt, bei einem Unsicherheitsintervall (2/3 Wahrscheinlichkeit) von -0,6 % bis 2,0 %, daher nur um 0,7 % zunehmen. Getragen von der Binnennachfrage dürfte die Konjunktur im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen, sofern die Europäische Schuldenkrise nicht erneut eskaliert. Der Beschäftigungsaufbau wird dabei aber noch nicht nennenswert in Gang kommen. Details

  6. Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2012

    Eurokrise dämpft Konjunktur – Stabilitätsrisiken bleiben hoch

    11.10.2012: Die deutsche Wirtschaft wird durch die Eurokrise belastet. Daher wird die konjunkturelle Expansion vorerst schwach bleiben und erst im Verlauf des kommenden Jahr wieder leicht anziehen. Die Institute prognostizieren eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 % für das Jahr 2012 und um 1,0 % für das Jahr 2013. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich dabei vorerst noch verschlechtern, die Zahl der Arbeitslosen wird 2013 geringfügig auf 2,9 Millionen steigen. Das Budget des Staates wird sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr annähernd ausgeglichen sein. Kritisch sehen die Institute das Programm der EZB, Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen. Damit steigt die Inflationsgefahr. Details

  7. Euro-zone Economic Outlook Oktober 2012

    Eurozone bis zur Jahreswende auf Schrumpfkurs

    05.10.2012: Das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone sank im zweiten Quartal 2012, wie im vorherigen EZEO prognostiziert, um 0,2%. Es dürfte auch im dritten und vierten Quartal schrumpfen (-0,2 % bzw. -0,1 %), da die fiskalischen Konsolidierungsanstrengungen voraussichtlich anhalten und die Unsicherheit weiterhin hoch ist. Details

  8. ifo Konjunkturprognose 16.07.2012

    Konjunkturprognose Ostdeutschland und Sachsen 2012/2013

    16.07.2012: Details

  9. Euro-zone Economic Outlook Juli 2012

    Eurozone in der Rezession

    04.07.2012: Nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im ersten Quartal 2012 noch stagnierte wird es im zweiten und dritten Quartal voraussichtlich sinken (-0,2 % bzw. -0,1 %) bevor es sich im vierten Quartal wieder leicht erholen dürfte (+0,1 %). Die globale Nachfrage dürfte im Prognosezeitraum moderat zulegen und die Nettoexporte somit ein wesentlicher Grund für die Erholung sein. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte werden dagegen durch die angespannte Arbeitsmarktsituation sowie die anhaltenden fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen belastet. Details