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Center for Economic Studies (CES)

Image Center for Economic Studies (CES)

Das Center for Economic Studies (CES) ist ein eigenständiges Institut an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, das von Hans-Werner Sinn gegründet wurde. Das Hauptziel des CES ist es, den internationalen wissenschaftlichen Austausch zu fördern. Dazu sind das ganze Jahr über renommierte Ökonomen aus der ganzen Welt am CES zu Gast und pflegen intensiven Kontakt zu ihren Münchener Kollegen. Die wissenschaftliche Arbeit des CES wird von einem Wissenschaftlichen Beirat begleitet, in dem zurzeit Rick van der Ploeg Vorsitzender ist.

Ziele und Aufgaben

Das CES lädt Wissenschaftler ein, hier in München ihre Forschungsvorhaben zu verfolgen und im Doktorandenprogramm der Fakultät kurze Vorlesungsreihen zu halten. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 waren bereits über 790 Wissenschaftler am CES zu Gast. Diese Besucher bilden die Basis für das CESifo Forschungsnetzwerk. Die inernationalen Experten des Wissenschaftlichen Beirats des CES setzen die Leitlinien für das Besucherprogramm.

In den Jahren seines Bestehens hat auch das CES selbst größere Veränderungen erfahren. Die Zahl der Wissenschaftler wurde deutlich vergrößert. Der Forschungsschwerpunkt am CES liegt bei der Finanzwissenschaft, aber es wird auch auf vielen anderen, sehr verschiedenen Gebieten der Ökonomie geforscht.

Der wissenschaftliche Höhepunkt des akademischen Kalenders am CES ist die jährliche Preisverleihung zum "Distinguished CES Fellow" Mitte November. Dieser Preis wird an einen international herausragenden Ökonomen verliehen, der dann die "Munich Lectures in Economics" hält, eine Vortragsreihe, die einem breiten Publikum ein aktuelles Forschungsgebiet aus der Volkswirtschaftslehre vorstellen soll. Die Liste der Preisträger enthält viele namhafte Ökonomen, darunter drei Nobelpreisträger. Diese Vorlesungen werden in einer eigenen Buchreihe des CES bei MIT Press veröffentlicht.

Darüber hinaus ist das CES auch Mitherausgeber der Zeitschrift Economic Policy, Europas führender wissenschaftlicher Zeitschrift auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik.

Geschichte

Das Center for Economic Studies wurde Hans-Werner Sinn im Zuge einer Rufabwehr vom Bayerischen Kultusministerium angeboten (1988). Das Institut sollte als Besucherzentrum für Wirtschaftswissenschaftler aus der ganzen Welt dienen, die in München forschen und lehren. CES wurde am 18. Januar 1991 gegründet. Bereits im April desselben Jahres konnten die ersten Gäste begrüßt werden, unter ihnen Gary Becker, David Bradford, Richard Musgrave und David Wildasin. Seit 1993 verfügt das CES über Gästeappartments, die Teilnahme an CES-Vorlesungen wurde zu diesem Zeitpunkt für die Doktoranden der Volkswirtschaftslehre obligatorisch. Im Jahr 1994 wurde CES zum Mitherausgeber von Economic Policy, dem in Europa bedeutendsten Journal dieses Fachgebietes. Im selben Jahr verlieh CES zum ersten Mal die Auszeichnung Distinguished CES Fellow. Geehrt wurden seitdem namhafte Ökonomen wie Avinash Dixit, Tony Atkinson, Jean Tirole (Nobelpreis 2014), Paul Krugman (Nobelpreis 2008), Rudi Dornbusch (verstorben 2002), Guido Tabellini, Peter Diamond (Nobelpreis 2010), Oliver Hart, Nicholas Stern, James Poterba, Andrei Shleifer, Bruno Frey, Alberto Alesina, Philippe Aghion, Olivier Blanchard, Robin Boadway, Richard Blundell und Partha Dasgupta. Die Preisträger halten traditionell die Munich Lectures in Economics, die von CES und MIT Press auch publiziert werden.

Seit 1998 bietet das CES als eines der ersten Institute weltweit die Möglichkeit, per Internet an der ökonomischen Diskussion teilzuhaben. Die Munich Lectures in Economics und weitere hervorragende Seminare und Vorlesungsreihen können als Videoaufzeichnungen über die Homepage angesehen werden.
Im selben Jahr wurde die hauseigene Forschergruppe entscheidend vergrößert, deren erstklassige wirtschaftswissenschaftliche Forschungsergebnisse regelmäßig in internationalen referierten Zeitschriften publiziert werden.

Seit 1999 kooperiert CES mit dem ifo Institut, einem der größten Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands.

Beide Organisationen sind seitdem Teil der CESifo Gruppe und die treibende Kraft dahinter, die Verbindungen zwischen ökonomischer Theorie und empirischer Forschung zu stärken, den persönlichen und fachlichen Kontakt mit internationalen Wissenschaftlern zu fördern und München so zu der Plattform der wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftspolitischen Forschung zu machen.


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